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Gebt der Jugend eine Chance

27.01.2006

Unter dem Motto „Der Jugend eine Chance!“ startete die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice ein Coaching- und Vermittlungsprojekt, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Die Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit ist nach wie vor ein heißes Thema. Die arbeitssuchenden Jugendlichen und „jungen Erwachsenen“ sind besonders von dem zunehmend schärferen Wettbewerb am Arbeitsmarkt betroffen. Der berufliche Einstieg wird immer schwieriger. Langzeitarbeitslose junge Menschen können ihre beruflichen und sozialen Fähigkeiten nicht unter Beweis stellen und darüber hinaus keine positive Zukunftsperspektive innerhalb des Gesellschaftssystems entwickeln. Gerade in einer solchen Situation dürfen wir diese jungen Menschen nicht alleine lassen.
Gezielte Unterstützung
Rund 1.500 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren haben seit über sechs Monaten keine Beschäftigung. Ihre Situation ist besonders kritisch, denn wer über ein halbes Jahr arbeitslos ist, gilt als zunehmend schwer vermittelbar. Diese Jugendlichen brauchen eine spezielle Hilfestellung – gezielte Unterstützung sowie Unternehmen, die ihnen eine Jobchance geben.
Die Wirtschaftskammer hat daher gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice das Coaching- und Vermittlungsprojekt „Der Jugend eine Chance“ gestartet. Ziel ist es, für möglichst viele langzeitarbeitslose Jugendliche einen Arbeitsplatz zu finden. Dieses innovative Projekt zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die jugendlichen Teilnehmer ein persönlicher Coach begleitet, der ihnen als Berater und Helfer mit Rat und Tat zur Seite steht. Er soll den Jugendlichen helfen, einen Job zu finden und ihn zu halten. Hier geht es um ein Höchstausmaß an persönlicher Betreuung und Beratung, die den jungen Menschen wieder Sicherheit geben und eine Eingliederung ins Arbeitsleben ermöglichen soll.
Vor Arbeitsbeginn in einem Unternehmen erhält jeder Jugendliche ein achtwöchiges „Qualifizierungsmodul“, das Kommunikations- und Verhaltenstrainings, ein Training der Grundrechnungsarten sowie anderer grundlegender Kulturtechniken umfasst. Damit sollen Wissens- und Qualifikationsdefizite noch im Vorfeld einer Vermittlung bzw. Bewerbung ausgeglichen werden.
Weiters begleitet der Coach seinen Jugendlichen in den ersten beiden Monaten nach erfolgter Arbeitsaufnahme, um das neue Arbeitsverhältnis zu stabilisieren und eine nachhaltige Vermittlung zu erreichen.
Das Qualifizierungsmodul hat für die ersten Teilnehmer Anfang Dezember 2005 begonnen. Diese Jugendlichen werden somit Anfang Februar 2006 in die Vermittlungsphase kommen und nach Arbeitgebern suchen. Bis 31.8.2006 werden weitere Jugendliche ca. alle zwei Monate in das Projekt einsteigen können.
Damit dieses Projekt erfolgreich ist, bedarf es insbesondere der Mithilfe der österreichischen Unternehmer, indem sie den jungen Menschen eine Chance zum beruflichen Neubeginn einräumen.
Schon bisher haben die Tourismus- und Freizeitbetriebe hervorragende Arbeit geleistet, wenn es galt, Jugendlichen eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz zu verschaffen. Darüber hinaus ist der Tourismus die Branche, wo Jugendliche noch Arbeitsplätze finden und ihnen auch hervorragende Zukunftsperspektiven geboten werden.
Rüstzeug für die Zukunft
Es ist gesellschaftspolitisch wichtig, sich weiter konzentriert darum zu bemühen, jugendliche Arbeitslose in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Daher unterstützt die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich das Projekt und vertraut darauf, dass sich viele Unternehmer bereit erklären, der Jugend eine Chance zu geben. Denn dadurch kann ein nachhaltiger Beitrag geleistet werden, unseren Jugendlichen das nötige Rüstzeug für ihre berufliche Zukunft zu geben. Wenn das Projekt gelingt, ist das ein Meisterstück für eine gelungene österreichische aktive Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
Unternehmen profitieren mehrfach, wenn sie sich an der Jobcoaching- und Vermittlungsaktion beteiligen: Ihr neuer Mitarbeiter/ihre neue Mitarbeiterin wird nach der Anstellung noch weitere zwei Monate gecoacht und motiviert. Durch die geteilte Verantwortung werden Sie als Unternehmer entlastet und Ihnen steht für die Einstellung der jugendlichen Projektteilnehmers grundsätzlich das gesamte Förderspektrum des Arbeitsmarktservice zur Verfügung. Zugleich leisten Sie einen gesellschaftspolitisch wertvollen Beitrag: Mit Ihrem Engagement unterstützen Sie ein neues innovatives Projekt im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit von Jugendlichen. Sie investieren in das Zukunftspotential Ihres Unternehmens und Sie schaffen einen wertvollen Arbeitsplatz, der dem Jugendlichen neue Zukunftsperspektiven eröffnet.
Geben Sie „Der Jugend eine Chance“ und beteiligen auch Sie sich an dem innovativen Projekt! Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten oder bereit sind, jugendliche Teilnehmer dieses Projekts einzustellen, dann melden Sie sich bei der Stiftung Aufleb unter aufleb@aufleb.or.at oder bei der kostenlosen WKO-Service-Hotline 0800-221-223. Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie auch unter www.wko.at/jugendchance

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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