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Gefahren sehen und notieren

11.04.2003

Sollten Sie bei der Evaluierung Risiken für ihre Mitarbeiter in der Küche, Rezeption oder Service festgestellt haben, dann müssen Sie jetzt aktiv werden: Überdenken Sie gerade, welche technischen oder organisatorischen Maßnahmen zur Beseitigung dieser Gefahren notwendig sind, bis wann Sie die Risiken beseitigt haben möchten und welche Person in Ihrem Betrieb dafür zuständig ist?

Über diese Vorgänge sind Aufzeichnungen, sogenannte Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente (kurz: SG-Dokumente) zu führen. Diese Dokumente sind das schriftliche Endprodukt der Gefahrenermittlung und -beurteilung (Arbeitsplatzevaluierung) und Maßnahmenfindung in Ihrem Betrieb. Anhand dieser können Sie jederzeit überprüfen und kontrollieren, was ansteht bzw. was schon erledigt wurde.

Gesetzlich geregelt sind bestimmte Mindestinhalte des SG-Dokumentes:
– Wer hat die Evaluierung durchgeführt?
– Wann wurde die Evaluierung durchgeführt?
– Für welchen Arbeitsbereich gilt das Dokument?
– Wie viele Arbeitnehmer sind in diesem Bereich beschäftigt?
– Welche Gefahren wurden festgestellt?
– Welche Maßnahmen zur Gefahrenverhütung werden getroffen?
(Zusätzliche Angaben für bestimmte Bereiche könnten sein: gefährliche Arbeitsstoffe, prüfpflichtige Arbeitsmittel, Untersuchungspflichten, Persönliche Schutzausrüstung etc.)

Die dazugehörige Verordnung mit kommentierter Fassung können Sie gratis im Merkblatt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt „Verordnung über die Sicherheits- und Gesundheitsschutz Dokumentationumente“ nachlesen.
Sie können für die Dokumentation Ihrer Evaluierung ihre SG-Dokumente selbst erarbeiten oder Sie verwenden die Formulare aus der AUVA-Broschüre „Möglichkeiten der Dokumentation“ (auch als Diskette erhältlich). Die vorgefertigten Leerformulare sind auch im Internet unter www.eval.at erhältlich. Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten haben es etwas leichter bei der Dokumentation, aber nur dann, wenn keine Gefährdung von Mitarbeitern bei der Evaluierung festgestellt wurde. Ist dies der Fall, so kann der Inhalt des Dokumentes folgendermaßen aussehen:
Bezeichnung und Adresse des Betriebes, Anzahl der Arbeitnehmer, Name des Ermittlers, Evaluierungsdatum und Unterschrift: Vordrucke können u. a. beim zuständigen Arbeitsinspektorat eingeholt werden.

Nicht vergessen: SG-Dokumente müssen stets aktualisiert werden (wenn Gefahren dazukommen, wenn aufgelistete Gefahren nicht mehr vorkommen), dies geht zumeist Hand in Hand mit der regelmäßigen Folgeevaluierung.

Allgemeine Informationen zur Arbeitsplatzevaluierung erhalten Sie unter www.eval.at. Wenn Sie spezielle Fragen zum Thema Evaluierung und Sicherheit am Arbeitsplatz haben, wenden Sie sich an Sabine Totter. Telefon 0664/180 38 63 oder senden sie ein E-Mail: sabine.totter@kronline.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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