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Gehobene Unterkünfte profitierten von Urlauberplus im Winter in Tirol

09.06.2010

Neben Privatzimmervermietern mussten 2- und 3-Sterne-Hotels die größten Verluste hinnehmen. Die abgelaufene Wintersaison hat dem Tourismusland Tirol trotz Krise ein Plus an Urlaubern von 0,6 Prozent auf 5,01 Mio. Gäste beschert.

In Tirols Tourismusorten konnten vor allem die gehobenen Hotels profitieren

Von den Zuwächsen haben jedoch nicht alle Kategorien in gleichem Maße profitiert. Während die gehobenen Unterkünfte (4- und 5-Sterne-Hotels) sowohl bei Ankünften und Übernachtungen zulegten, mussten Privatzimmervermieter sowie 1-, 2- und 3-Sterne-Hotels in beiden Bereichen zum Teil merkliche Verluste hinnehmen.

Nach Angaben der Tirol Werbung zählten die 4- und 5-Sterne-Hotels mit einer Steigerung von 3,4 Prozent bei den Ankünften und 1,0 Prozent bei den Nächtigungen neben den gewerblichen Ferienwohnungen, die bei den Urlaubern 4,4 Prozent und bei den Übernachtungen 2,9 Prozent zulegen konnten, zu den Gewinnern.

 Im Gegensatz dazu sanken beispielsweise bei den 3-Sterne-Hotels die Ankünfte um 1,7 Prozent und die Nächtigungen um 4,0 Prozent. Die stärksten Verluste mussten die Privatzimmervermieter hinnehmen (-6,2 Prozent Ankünfte und -8,2 Prozent Nächtigungen).

"Diesen Trend haben wir bereits im letzten Sommer festgestellt", sagte eine Sprecherin der Tirol Werbung. Das sei zum einen darauf zurückzuführen, dass das oberste Segment, die 4- und 5-Sterne-Hotels, zumeist eine zahlungskräftige Stammklientel besitzen würden. Andererseits hätten diese zum Teil "besondere Angebote" geschnürt. Das wiederum könnte ein Faktor dafür sein, dass die restlichen Hotel-Kategorien gelitten haben. Eine andere Entwicklung sei, dass in Zeiten der Krise viele Gäste dazu tendierten, sich selbst zu versorgen. "Davon profitieren offenbar die gewerblichen Fremdenzimmer, zulasten der Privatzimmervermieter", erklärte die Sprecherin.

Eines jener Nobelhotels, das in der abgelaufenen Wintersaison trotz vielbeschworener Krise ein Rekordjahr verzeichnet hat, ist der Stanglwirt in Going (Bezirk Kitzbühel): "Wir können zum ersten Mal über 100.000 Nächtigungen und außerdem einen neuen Umsatzrekord vermelden", sagte Geschäftsführer Richard Hauser. Im Jahr davor seien es noch 93.000 Übernachtungen gewesen. Grund dafür ist laut Hauser zum einen die starke Bindung zu den Stammgästen: "Im letzten Jahr haben wir den Kontakt zusätzlich intensiviert". Zum anderen ortet der Hotelier einen Trend hin zu Regionalität und Authentizität. Und diesen erfülle sein Hotel unter anderem mit regionalen Produkten und einem breitgefächerten Angebot, von Restaurant mit Blick auf den Kuhstall über Hai-Aquarium bis hin zu Wellnessbereich und Lipizzanergestüt, sagte Hauser.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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