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Auf Einladung von FG-Obmann Berndt Querfeld gab Michael Völker (l.) beim Kaffeesieder-Stammtisch Tipps, um Kosten zu sparen

Geld sparen, statt Geld ausgeben

01.10.2013

Wie kann man am besten Kosten sparen und sogar noch einiges gewinnen? Eine Frage, die jeden Gewerbetreibenden – auch die Cafetiers – aufhorchen lässt.

In Zeiten, wo jeder Euro dreimal umgedreht werden muss, hält man solche Ansagen eines Beratungsunternehmens wie Fairmoney vorerst für pure Effekthascherei. Beim genaueren Hinhören jedoch leuchtet da schon vieles ein. Beispielsweise, dass die Energie- und Gaskosten eines Kaffeehausbetriebs zu den großen Brocken an Fixkosten zählen. Es gibt seit längerem mehrere Anbieter auf diesem Gebiet mit ganz unterschiedlichen Preisen. Doch wie soll man eruieren, welcher der tatsächlich Günstigste mit der besten Leistung ist?

Tarifdschungel
Ing. Michael Völker, Mitinhaber des vor zwei Jahren gegründeten Finanzberatungsunternehmens Fairmoney, hat damit viel Erfahrung. In seinem Vortrag „Fixkostenreduzierung am Beispiel Energie“ beim Kaffeesieder-Stammtisch im Café Landtmann ging er über den Themenbereich Energie hinaus: „Neben Energie zählen vor allem der Mobilfunk-, Festnetz-bereich und das Internet zu den größten Kostenfallen. Hier ändert sich ständig etwas wie beispielsweise die Roaming-Gebühren und vieles mehr, was dem Kunden weiter nicht gesagt wird. Wie soll da jemand, der auf den Ablauf seines Gastronomiebetriebs achtet und daher anderes im Kopf hat, ständig auf dem Laufenden bleiben?“

Wirtschaftlichkeit überprüfen
Es sind nicht nur die neuen Technologien, deren Tarife sich dauernd ändern, auch der Bankensektor mit seinen Gebühren und Abgaben sorgt bei Kunden für Unklarheit und unnötig hohe Fixkosten. Fairmoney ist ein Zusammenschluss von Experten, die aus dem inneren Kreis der Finanz und verschiedener Betriebe kommen. Man ist auf dem neuesten Stand und kauft nach Bedarf Know-how extern zu.

Die Devise lautet: Geld sparen, statt Geld ausgeben. Wie wird das gemacht? Michael Völker: „Kaffeehausbetreiber können uns alle ihre Finanzunterlagen, Fixkosten betreffend, schicken, und wir überprüfen deren Wirtschaftlichkeit, setzen uns dann wieder zusammen und informieren und nehmen auf Wunsch Kontakt mit möglichen günstigeren Anbietern auf. Wir konzentrieren uns auf reine Kostenersparnis und nicht auf Leistungsänderung.“ 650 Kunden werden bereits betreut, neben vielen KMUs auch Großbetriebe wie u. a. Uni Wien, A1, Flughafen Wien, Martini, Hotels.  Überall sei es das gleiche Prinzip: 50 Prozent der Kostenersparnis ist zugleich das Honorar für Fairmoney und das drei Jahre hindurch. Die anderen 50 Prozent gewinnt der Cafetier. Ein erster Schritt zur Lösung aus mancher Krise? Zumindest einer zum Nachdenken.

Text: Maria Publig

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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