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Spartenobmann Hans Schenner: "Die heute veröffentlichten Zahlen beweisen einmal mehr, dass die österreichische Tourismuswirtschaft mit ihrer Strategie auf dem richtigen Weg ist".

Gelungener Sommerstart, katastrophaler Juni

27.06.2013

Wien. Tourismusminister Reinhold Mitterlehner freut sich mit der Branche über den guten Start in die Sommersaison 2013. Im Mai stiegen vor allem die Nächtigungen ausländischer Gäste, ganz besonders die der deutschen Gäste. Im Juni sieht es aufgrund der Wetterkapriolen natürlich anders aus. Spartenobmann Hans Schenner ist daher für den kommenden Sommer verhalten optimistisch.

Angesichts der Rekordniederschläge ist die heute von der Statistik Austria veröffentlichte Tourismusbilanz für den Monat Mai überraschend positiv ausgefallen. Die Nächtigungen sind um 5,7 Prozent auf 7,1 Millionen gestiegen, die Gästezahlen sind um 5,5 Prozent auf 2,6 Millionen gewachsen. Mitentscheidend für dieses Ergebnis war die günstige Lage der Feiertage (Pfingsten, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam). Die Nächtigungen ausländischer Gäste sind um zehn Prozent auf 4,5 Millionen gestiegen, insbesondere die deutschen Gäste trugen mit einem Ankünfte-Plus von 16,3 Prozent zu diesem Zuwachs bei, während die Nächtigungen der Inländer wohl in erster Linie aufgrund des schlechten Wetters leicht zurückgingen.

Kurzurlaube werden immer beliebter
"Das positive Mai-Ergebnis zeigt die zunehmende Beliebtheit von Kurzurlauben in Österreich und die gerade von den langen Wochenenden beflügelte Reiselust. Damit bleibt der Tourismus auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Konjunkturstütze", betont Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. "Der Mai ist ein wichtiger Stimmungsindikator für die anlaufende Sommersaison, auch wenn man berücksichtigen muss, dass dieser Monat heuer durch einen zusätzlichen Feiertag begünstigt war. Daher sind wir für den Juni, auch aufgrund erneuter Wetterkapriolen, zurückhaltend", so Mitterlehner.

Schlechtes Wetter wirkt sich stark aus
Vor allzu schnellem Jubel warnt deshalb der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner: "Die Zahlen der Statistiker brauchen immer noch die Interpretation der Touristiker, sonst entsteht ein falsches Bild." So macht der Monat Mai, gemessen an rund 130 Mio. Nächtigungen pro Jahr, gerade einmal 5,49 Prozent aller Nächtigungen aus. Wie jedes Jahr müssen wir - allein schon wegen der Feiertage - Mai und Juni zusammen betrachten", betont Schenner. "Das Hochwasser Anfang Juni und das schlechte Wetter haben dem Tourismus hart zugesetzt. Neben den Nächtigungen sind auch die Tagesausflügler um bis zu 50 Prozent zurückgegangen", analysiert der Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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