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Gemeinsamer Vorschlag für Semesterferienregelung 2008

18.11.2005

Um eine Kollision der österreichischen Schulferien mit denen wichtiger touristischer Herkunftsländer zu vermeiden, legen die Wirtschaftskammern Österreichs einen gesamtwirtschaftlich akkordierten Vorschlag zur Regelung der Semesterferien 2008 vor.

Demzufolge sollen Wien und Niederösterreich die Ferientage um eine Woche auf den 11. bis 16. Februar (Termin laut Schulzeitengesetz: 4. bis 9. Februar) 2008 nach hinten verschieben.

Die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol sollen, dem Vorschlag
zufolge, ihre Ferientermine ebenfalls um eine Woche, und zwar auf den
18. bis 23. Februar, verschieben. Unverändert sind das Burgenland und
Vorarlberg (jeweils 11. bis 16.2.) sowie Oberösterreich und die
Steiermark (jeweils 18. bis 23. 2.).

Wie der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Hans Schenner,
Donnerstag im Club der Wirtschaftspublizisten erklärte, kann eine
Realisierung dieses Vorschlags entscheidend zur Entzerrung der
Reiseströme beitragen. Eine gleichmäßigere Auslastung der Pisten und
Betriebe würde auch zu einer höheren Zufriedenheit der Gäste mit
ihrem Österreich-Urlaub führen.

"Von Seiten der österreichischen Wirtschaft wurde damit auf sehr
breiter Basis alles getan, um die Semesterferien 2008 zu einem
perfekten Urlaubserlebnis machen zu können. Nun liegt der Ball bei
den Ländern und den Landesschulratspräsidenten, die ja die dazu
nötigen Anträge stellen müssen", sagte Schenner. Jedes Bundesland,
das eine Verschiebung der Ferienwoche möchte, sollte nun möglichst
rasch - bis spätestens Ende Februar 2006 - gemeinsam mit dem
jeweiligen Landesschulrat einen entsprechenden Antrag beim
Unterrichtsministerium einbringen.

Denn nach dem Schulzeitengesetz können nur die Landeshauptleute
und die Landesschulratspräsidenten mittels gleichlautender Anträge im
Ministerium eine Verschiebung beantragen, wenn (so das
Schulzeitengesetz) "fremdenverkehrspolitische Gründe dafür und
verkehrspolitische bzw. überregionale Interessen nicht dagegen
sprechen".
Da immer wieder ein gesamtwirtschaftlich akkordierter Vorschlag zur
Termingestaltung eingefordert wurde, hat die WKÖ nun über alle
Wirtschaftsbereiche in ganz Österreich einen Vorschlag der
Tourismuswirtschaft zur Regelung der Semesterferien 2008 vorgelegt,
welcher auch angenommen wurde.

Schenner verwweist darauf, dass im Jahr 2008 gleichzeitig mit Wien
und Niederösterreich vom 4. bis 9.2.2008 so reiseintensive
Herkunftsländer wie Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen,
Sachsen-Anhalt sowie Teile der Niederlande, Belgiens, der Schweiz und
auch der Tschechischen Republik Schulferien haben. Zum Vergleich: Im
Februar 2005 wurden allein in Tirol rund 7 Millionen Nächtigungen
gezählt. Auf die oben erwähnten Länder entfielen davon mehr als drei
Millionen.

Oberstes Ziel bei der gewünschten Entzerrung der Reiseströme sei,
so Schenner, natürlich eine europaweite Koordination von
"Ferienkorridoren" durch die Europäische Union. Hier ist der
Bundessparte Tourismus bereits ein Teilerfolg gelungen: nach
intensivem Lobbying hat sich nun der Verkehrsausschuss der EU für
eine derartige Koordination der nationalen Ferienordnungen
ausgesprochen. "Aber bis zu einer sinnvollen, übergreifenden
EU-Koordination gilt es, auf derartige Probleme wenigstens
innerösterreichisch vorausschauend zu reagieren", appellierte
Schenner an die betroffen Landeshauptleute und Schulpräsidenten, hier
im Interesse der Sache an einem Strang zu ziehen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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