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Einkehr und Entspannung in der Natur sind Trends, die nachhaltige Angebote aufgreifen müssen.

Genießen statt verzichten

11.04.2017

Wie sieht nachhaltiger Tourismus aus? Es dürfe nicht um Verzicht, sondern um eine Betonung des Genusses gehen, war man sich beim CSR-Circle in Wien einig.

Beim nachhaltigen Tourismus dürfe es nicht um Verzicht gehen, stellte Manfred Pils, Präsident der Naturfreunde International, fest. Vielmehr gehe es darum, Fehlentwicklungen des Massentourismus zu korrigieren. Gäste wollen genussvoller, intensiver urlauben und länger sowie langsamer genießen. Im Rahmen der Veranstaltung CSR-Circle in Wien diskutierte Pils das Thema „nachhaltiger Tourismus“ mit Branchenexperten und bekam dabei breite Zustimmung der anwesenden Touristiker. Die Direktorin der Rogner-Therme in Blumau, Melanie Franke, sieht in ihrer alltäglichen Erfahrung ein steigendes Bewusstsein der Gäste. „Nachhaltigkeit ist für mich das Hinterfragen vom Bestehenden. So entdeckt man neue Wege, die letztlich auch die Gäste überzeugen. Das generiert komplett neue Wertschöpfungsprozesse“, meint sie. 

Chance für Kleine

Wie das umgesetzt werden kann, zeigen oft kleine Skigebiete, die bei weitem nicht mit dem Angebot der Topdestinationen mithalten können. Markus Redl, Geschäftsführer der Niederösterreichischen Seilbahnen, meint etwa: „Bei uns gibt es keine superschnellen Liftanlagen, weil wir eh nicht so viele Leute gleichzeitig auf der Piste haben können.“ Auch beheizte Sitze findet man in den kleinen Gebieten vergebens. Man muss das eben den Gästen gut kommunizieren, dann kann es sogar zu einem Verkaufsargument werden. Für tiefer gelegene Skigebiete sei Nachhaltigkeit die einzige Chance, meint Redl. Andreas Purt, der Vizepräsident der Österreichischen Tourismusmanager, erinnert, dass Nachhaltigkeit auch ökonomisch sein muss. Die eigenen Bemühungen im Mostviertler Pielachtal zeigten, dass das geht. Das Pielachtal hat sich vor Jahren vorgenommen, eine Vorzeigeregion für nachhaltigen Tourismus zu werden. Bereits 2008 veröffentlichte man einen Nachhaltigkeitsbericht, der alle Anstrengungen in diesem Bereich dokumentierte. „Wir haben es dadurch geschafft, neue Gäste für die Region zu gewinnen“, resümiert Purt. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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