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Genuss für Majestäten

04.06.2008

Qualitätsspargel aus der Region Marchfeld hat wieder Saison – und frischer als im Restaurant Marchfelderhof wird man die weißen und grünen Stangen kaum bekommen.

Marchfelderhof-Chef Gerhard Bocek ist für seine Spargel-Inszenierungen bekannt

Wer im Marchfeld frischen Spargel verkosten will, kommt um einen Besuch des Marchfelderhofs in Deutsch-Wagram nicht herum. „Wir sind der Inbegriff des Spargelrestaurants“, verkündet Szenewirt Gerhard Bocek voller Stolz. „Von Ende April bis Juni beherrscht der Spargel unsere Küche wie kein anderes Produkt.“ Unter der Leitung von Chefkoch Peter Paul Nemec wird der Besucher mit weit mehr als einem Dutzend Spargelgerichten verwöhnt.
Gerhard Bocek ist Wirt mit Leib und Seele. Hineingeboren in den Gastronomiebetrieb – der Marchfelderhof wurde anno 1843 von Boceks Vorfahr Carl gegründet – entwickelte er bereits zur Schulzeit die Vision, aus dem Haus ein besonderes Restaurant zu machen. Eine wichtige Rolle spielte hierbei der Spargel, den Bocek als Aushängeschild seines Lokals, aber auch der ganzen Region sieht.

Das Seitenblicke-Lokal
Zahlreiche prominente Persönlichkeiten konnte Bocek bereits in seinem Spargelrestaurant par excellence begrüßen. Die Künstlerin Eva Fuchs, die Lugners, Toni Polster oder Franz Klammer und viele weitere Promis haben Gerichte wie Jung-Lammschlögerl ausprobiert oder die Grüne Spargelschaumrolle mit Lachs-Sellerie-Crème-fraîche verkostet. Insgesamt 55 Angestellte sorgen für das leibliche Wohl der Gäste, und das 365 Tage im Jahr.
Der Marchfelderhof begrüßt seit mehr als 160 Jahren Prominenz aus dem In- und Ausland: Unter den absoluten Größen waren Liz Taylor, Clark Gable, der damals „Noch-Kardinal“ Karel Wojtyla und Kaiser Franz Joseph. Ein weiteres gekröntes Haupt, das in diesem Jahr sehr oft im Marchfelderhof anzutreffen sein wird, ist Karina I., ihres Zeichens Spargelkönigin 2008, die ihre Krone von der Vorgängerin Caroline I. entgegennahm und für ein Jahr die Genuss Region Marchfelderspargel repräsentieren wird.
Starker Bezug zur Region
„Unser Lokal steht für gehobene Gastronomie, ohne jedoch den Bezug zur Region und zum ländlichen Raum zu verlieren. Deshalb bezeichnen wir unser Haus auch als ‚Landgasthof‘“, beschreibt der Wirt seinen Betrieb, der wie kaum ein anderes Restaurant auf den Spargel setzt. „Der Spargel ist eine internationale Marke für das Marchfeld geworden“, stellt der über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Szenewirt die Bedeutung des Gemüses für die Region klar. „Man kann ihn mit dem Trüffel im Piemont vergleichen.“
Lange Tradition
Im Marchfeld hat der Spargel lange Tradition. Der Spargelanbau nordöstlich von Wien lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Am Hofe Maria Theresias wurde nahezu täglich Spargel aufgetragen, ihr Enkel Kaiser Franz II. ließ sich Tag für Tag mit dem feinen Gemüse beliefern, dass bereits die Ägypter vor 4.500 Jahren genossen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird der Spargel großflächig im Marchfeld kultiviert. Nach 1945 wurde frei nach dem Grundsatz „Erdäpfel sind wichtiger als Spargel“ ein Anbauverbot erlassen, das rund zehn Jahre aufrecht blieb. 1956 wurde die Marchfelder Spargelkultur wieder belebt. Mittlerweile ist die Anbaufläche auf 320 ha angewachsen, und rund 1.400 t Spargel werden in der heurigen Saison in mühevoller Arbeit gestochen.

„Nur Marchfelderspargel ist guter Spargel“
Die Gäste im Marchfelderhof bekommen ausschließlich Spargel aus der Region aufgetischt, pro Saison rund 6.000 kg, rechnet Bocek vor. „Spargel aus anderen Anbaugebieten oder gar aus dem Ausland kommt bei uns nicht auf den Teller“, betont er, „das würde mir im Herzen weh tun, denn Spargel vom Bauern ums Eck garantiert uns Frische und Qualität.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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