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Bodenständiges Gasthaus mit gehobener Küche. Die schöne Aussicht auf das Kaisergebirge lässt man sich nicht entgehen.

Genuss mit Weitblick

30.08.2016

Das Gasthaus Jägerwirt in Scheffau wird zielgruppenorientiert geführt. Dass die Wirtsleute ein schwules Paar sind, spielt dabei keine Rolle.

Martin Schipflinger und Andreas Salvenmoser haben dem Jägerwirt eine frische Note gegeben.

Soko Kitzbühel spielt damit. Die ganze Region lebt davon. Ob SkiWelt Wilder Kaiser Brixental, Tourismusverband Wilder Kaiser mit den Orten Ellmau, Scheffau, Going und Söll. Alle tragen den Namen des Kaisergebirges. Auch im regionalen Genuss-Gasthof Jägerwirt spielt er, der Kaiser, eine zentrale Rolle. 
Biegt man von der Hauptstraße in Scheffau Richtung Kaisergebirge ab, geht es hinauf auf 886 Meter Seehöhe auf ein Plateau unterhalb des Wilden Kaisers. Auf der Terrasse des Jägerwirts bietet sich tatsächlich der beworbene Rundum-Weitblick hinunter ins Tal und hinauf zum Kaiser. 

Auch ohne Gay-Community

Die Wirtsleute Andreas Salvenmoser und Martin Schipflinger haben den zuvor einige Jahre leerstehenden Jägerwirt 2012 gepachtet. Als Einheimische und mit der Region verbunden, haben sie genau das Richtige getan: dem Jägerwirt die bekannte Gemütlichkeit gelassen und eine frische Note eingehaucht. Man ist Wirtshaus im und für den Ort mit regionalen Produkten und Gerichten, dazu beliebtes Gasthaus für Ausflügler und Wanderer und bekannt für Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und Feiern.

Wenn es ihnen beliebte, könnten Andreas Salvenmoser, seines Zeichens Küchenchef und Jungsommelier und verantwortlich für Personal sowie Einkauf, und Martin Schipflinger, zuständig für Service, Vermietung und Marketing, nicht nur die heimische Klientel ansprechen. Die beiden sind nicht nur ein gastronomisches, sondern auch seit 16 Jahren privat ein Paar. Aktiv beworben werde das innerhalb der Gay-Community aber nicht. Laufend kämen aber internationale Medienanfragen etwa von Männermagazinen.
 
Die internationalen Gäste kommen übrigens auch so zum Jägerwirt mit seinen rund 70 Sitzplätzen innen und 80 auf der Terrasse. Die Orte Scheffau, Going, Söll und Ellmau sowie das nahegelegene Reith bei Kitzbühel und Kitzbühel selbst sind nicht nur eine bekannte Tourismusregion, sondern auch eine beliebte Zweitwohnsitz-Gegend, vor allem für die zahlungskräftige Klientel aus Deutschland. „Man kann diesen Leuten die größte Freude mit einem bodenständigen Gasthaus mit hochwertiger Küche machen. Meine Küche ist traditionell, hochwertig und genussreich. Das kommt gut an“, sagt Andreas Salvenmoser. Großer Wert wird auf heimische Produkte gelegt. Die auf eine Sechs-Liter-Weinflasche gedruckte Weinkarte präsentiert ausschließlich österreichische Weine. Das Fleisch kommt von den heimischen Bauern, Metzgern und Jägern, das selbstgemachte Bauern-Eis aus St. Johann. 
Serviert werden Schweinsbraten frisch aus dem Ofen, Wiener Schnitzel oder eine Lammkrone. Pommes frites und Geschmacksverstärker finden keinen Platz. Beliebt im Jägerwirt ist das selbstgemachte Roggen-Dinkel-Holzofenbrot. 

Keine Mitarbeiterprobleme

Im Jägerwirt sind samt erst kürzlich eröffnetem Jägerwirt-Genussladl im Ort bei der Kirche inzwischen statt anfänglich vier bereits 13 Mitarbeiter während des ganzen Jahres beschäftigt. „Personalprobleme haben wir keine, wir bauen fast ausschließlich auf einheimische Mitarbeiter“, sagt Salvenmoser. 
Neben der Gaststube wurden auch sukzessive die sechs Zimmer des Jägerwirts renoviert und teilweise zusammengelegt. Von den inzwischen vier Zimmern sind zwei neu und ganz in Zirbe. Naturprodukte wie ein Waschbecken aus Stein wurden eingebaut, und auch die Matratzen sind mit Zirbe gefüllt. Zusätzlich soll noch ein Familienappartement entstehen. 

Zurück zu Soko: Der Jägerwirt ist auch einer der Hauptdrehorte der „Soko Kitzbühel“-Serie. Man mimt die „Bachlahnerstub’n“. Jeden Monat räumt Küchenchef Andreas ein- bis zweimal seinen Arbeitsplatz, während der Ruhetage Montag und Dienstag wird dann in der Küche und auf der Terrasse gedreht. Von Mittwoch bis Sonntag bietet der Jägerwirt durchgehend warme Küche bis 21.00 Uhr. 

Autor/in:
Barbara Egger
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