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Getrübter Optimismus

29.05.2019

Positiv, aber nicht mehr euphorisch ist die von Deloitte erhobene Tourismusstimmung.

Der Tourismusbarometer 2019 von Deloitte und ÖHV verzeichnet eine grundsätzlich positive, aber abgeflaute Stimmung unter Österreichs Tourismusunternehmern. Positiv: Aufgrund der guten Konjunkturlage erwarten mehr als zwei Drittel der Betriebe ein Umsatzwachstum. Auf die Stimmung drückt weiter der chronische Fachkräftemangel und die Bürokratie, welche die Ertragskraft und Wachstumschancen der Branche belasten würden. Dazu verzögert die jüngste politische Instabilität bereits angekündigte Reformen.

Zu hohe Kosten

„Die Stimmung im Tourismus ist grundsätzlich positiv, aber: Die Branche kämpft immer mehr mit einem Wertschöpfungsproblem. Auch wenn Nächtigungen und Umsatz steigen, bleibt den Betrieben unter dem Strich zu wenig übrig. Personalkosten, bürokratischer Aufwand und die Steuer-
last drücken die Erträge“, erklärt Andreas Kapferer, Partner bei Deloitte Tirol. Auffallend ist das Ost-West-Gefälle. Während Wien in der Wintersaison überperformt, können die Touristiker im Westen mit dem Winter weniger zufrieden sein. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Beratungsunternehmens Prodinger. Demnach ist in Westösterreich gegenüber dem Rekordwinter 2017/18 zuletzt die Auslastung um fünf Prozent gefallen. In Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist die Differenz zwischen Erträgen und den operativen Kosten höher ausgefallen. Den Betrieben bleibt weniger Geld zur Deckung der Abschreibungen und der Fremdkapitalzinsen über. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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