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Gewürze werden zum Luxusgut

07.12.2010

Salzburg. Die Rohstoffkosten steigen weiter überdurchschnittlich und ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Unter anderem haben heuer ungünstige Witterungsverhältnisse und die Verknappung von Anbauflächen zu spürbaren Preissteigerungen geführt. Neben Getreide, Früchte und Honig sind davon auch die Gewürze betroffen.

Marktprognosen stellten bereits in den letzten Jahren steigende Rohstoffpreise in Aussicht – eine Vorhersage, die sich bewahrheitet hat: Die Rohstoffkosten steigen weiter überdurchschnittlich und ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Ungünstige Witterungsverhältnisse, steigende Weltmarktpreise für Energie sowie Fracht, Rohstoffspekulationen und die Verknappung von landwirtschaftlichen Anbauflächen haben im heurigen Jahr bereits zu Mengen- und Qualitätseinbußen bei vielen Naturrohstoffen und damit zu spürbaren Preissteigerungen geführt. Von dieser Entwicklung betroffen sind neben Getreide, Früchte und Honig auch Gewürze.

 

Ernteausfälle und Qualtiätsprobleme

Ungünstiges Wettergeschehen in den Anbaugebieten führen immer wieder zu enormen Ernteausfällen und Qualitätsproblemen. Derzeit sind in erster Linie Trockenheit und Erdbeben in China, der verspäteter Monsun und azyklische Niederschläge in Indien, Indonesien und Vietnam sowie Wirbelstürme im Pfeffergürtel rund um den Äquator die „Sorgenkinder“ der Gewürzindustrie. Hinzu kommen ein erhöhter Eigenbedarf in den Ursprungsländern sowie zunehmende Spekulationen. Diese zählen zu den unberechenbareren Faktoren und sorgen bei Knappheiten für zusätzliche Dynamik. Komplette Ernten werden von Investoren aufgekauft und eingelagert. Bei Verknappung der jeweiligen Rohstoffe wird diese Ware zu überhöhten Preisen auf den Markt gebracht.

 

Muskatnüsse sind Mangelware

Unter anderem sind Knoblauch, Ingwer, Paprika, Pfeffer und Pistazien von dieser Rohstoffpreisrallye betroffen.  Zuschläge bei Speditionskosten aufgrund von Treibstoffpreiserhöhungen und eine Explosion der Seefrachtkosten erhöhen weiters den Druck auf die aktuell bereits äußerst angespannte Preissituation bei Gewürzen. Premium-Anbieter – wie Wiberg – sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen, da sich Preis- und Versorgungssituation im oberen Qualitätsniveau am spürbarsten verschärfen.

 

Einige Entwicklungen im Detail:

  • Das weltweite Angebot von Pfeffer hat sich auf Grund der bereits oben angeführten Punkte stark reduziert. Als Konsequenz davon hat sich der Pfefferpreis für verfügbare Mengen seit Jahresbeginn nahezu verdoppelt.

 

  • Muskatnüsse sind in der benötigten Qualität aktuell nicht verfügbar. Die Preise haben sich bereits gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Muskatblüte in einer guten Qualität ist am internationalen Markt fast nicht verfügbar.

 

  • Die Preise für Knoblauchprodukte, wie Knoblauchpulver, Knoblauchgranulat oder Knoblauchflocken, aus dem Ursprungsland China sind mit einer Steigerungsrate von deutlich mehr als 300 % gegenüber 2009 regelrecht explodiert. Der Hauptproduzent China deckt den steigenden Inlandskonsum hauptsächlich mit frischem Knoblauch ab, wodurch sich das Angebot von Trockenknoblauchprodukten am internationalen Markt deutlich verringert hat.

 

Wiberg versucht solchen Entwicklungen durch langfristige Partnerschaften und Exklusiv-Verträgen entgegenzuwirken. Verdeutlichen lässt sich das am Beispiel Paprika. Um den Gastronomie-Kunden ein erstklassiges Produkt garantieren zu können, verwendet Wiberg generell ausschließlich Rohstoffe aus traditionellen Anbaugebieten. Jährliche Reisen zu den Lieferanten, die Auswahl bester Lagen und die Überprüfung der Wiberg Qualitätskriterien mit den Lieferanten vor Ort sichern langfristig die hohe Produktqualität. Wiberg arbeitet sehr eng mit unserem Exklusiv-Paprika-Lieferanten in der Vojvodina (Serbien) zusammen. Dieser wird nicht nur mit Know-how, sondern auch bei der Finanzierung von qualitätssichernden Maßnahmen, wie der Verbesserung der Trocknungsbedingungen, unterstützt. So wird der Wiberg handgepflückt und reift nach der Ernte nicht am Boden liegend, sondern luftig in Säcken verpackt. Das Ergebnis ist ein besonders hochwertiger Paprika ohne Schädlingsbefall mit hoher Farbintensität und intensiver Geschmacksqualität. So kann Wiberg seinen Kunden ein zu 100 Prozent unverschnittenes, herkunftsgarantiertes Produkt mit höchstmöglicher Preisstabilität bieten! Während bei anderen Anbietern eine Preissteigerung von bis zu 30 Prozent geben könnte, verspricht Wiberg den Preis für Paprika Rubino auf gleichem Niveau wie im vergangenen Jahr zu halten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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