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Hat zwar bereits viel Übung beim Anstechen von Fässern, ohne Schürze traut er sich dann aber doch nicht: Ehrenbraumeister Hans Knauss (l.).

Gösser: Erste Co2-neutrale Großbrauerei der Welt

05.11.2015

Mit der feierlichen Eröffnung der neu errichteten Biertrebervergärungsanlage in der Brauerei Göss ist die weltweit erste „grüne Großbrauerei“ nun Wirklichkeit. Ab sofort wird in Leoben CO2-neutral Bier gebraut

V. l.: Edgar Ahn (BDI), Marc Gross (Heineken), Markus Liebl (Brau-Union-Chef), Landesrat Johann Seitinger, Walter Kreutzwiesner (Bez.-Hauptmann).

Schön, dass es Unternehmen gibt, die sich für Nachhaltigkeit entscheiden, einen „grünen“ Weg einschlagen – und dann nicht mehr umkehren. Noch schöner ist, dass sich eine Brauerei – im konkreten Fall die Brauerei Göss – für diesen Weg entscheidet. 
Denn man hat sich dazu entschlossen, erneuerbare Energien in allen Prozessen des Brauvorgangs zu nützen. So sollen für die Energieversorgung nur erneuerbare Energieträger eingesetzt und dadurch die fossilen CO2-Emissionen im gesamten Brauereiprozess auf null reduziert werden. Mit Strom aus Wasserkraft, Biomasse-Fernwärme, Solarthermie und erneuerbarer Energie aus der neu errichteten Biertrebervergärungsanlage der Firma BDI – BioEnergy International – hat man dieses Ziel nun erreicht und kann ab sofort Bier zur Gänze CO2-neutral produzieren. Brau-Union-Chef Markus Liebl über das weltweit einzigartige Projekt: „Wir versuchen natürlich in all unseren Brauereien Initiativen zu setzen, als Leuchtturmprojekt sehen wir derzeit aber unter anderem eine unserer Brauereien in der Steiermark:

Die Brauerei Göss ist das Paradebeispiel für das Nachhaltigkeitsengagement der Brau Union Österreich“. Die Fakten: Rund 40 Prozent des Wärmebedarfs der Braue-rei werden aus der Abwärme des benachbarten Holzverarbeitungsbetriebs Mayr-Melnhof gedeckt, 90 Prozent der während des Brauprozesses entstehenden Abwärme werden genutzt, um damit Wasser aufzuheizen. Außerdem wird ein neuartiges Kochsystem während des Brauprozesses verwendet, das dabei hilft, Strom und Wasser zu sparen. Eine rund 1.500 Quadratmeter große Solaranlage hilft zusätzlich bei der Gewinnung umweltfreundlicher Energie. Zukünftig wird mit der Biertrebervergärungsanlage auch fossiles Erdgas ersetzt. Die aus den Reststoffen der Brauerei erzeugte Energie wird in der Brauerei zur Dampferzeugung verwendet und Überschussgas in elektrischen Strom umgewandelt. Zusätzlich wird der Gärrückstand als hochwertiger Dünger verwendet.

Autor/in:
Alexander Grübling
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