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Gold-Medaille für Tourismus

21.02.2013

WM-Bilanz: Tourismus bilanziert positiv, und Österreich stellte bei der Heim-WM seine Gastgeberqualitäten eindrucksvoll unter Beweis

Tourismus und Wirtschaft gingen bei der Weltmeisterschaft kulinarisch Hand in Hand: Christoph Widakovich (Chefkoch im Haus Ski Austria presented by Steiermark), LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, Hans Peter Fink (Gastkoch), LR Christian Buchmann, Georg Bliem (GF Steiermark Tourismus)
ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba, BM Reinhold Mitterlehner, ÖSV-Direktor Renhold Zitz, Direktor Steiermark Tourismus Georg Bliem und Michael Walchhofer luden unter dem Motto „Ein Wintertag voller Lebensfreude“ ins Haus Ski Austria

Sportliche Großereignisse wie die Ski-WM 2013 in Schladming sind wahre Publikumsmagneten. Sie sind damit nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern bringen auch einen langfristigen, immateriellen Nutzen: Zum einen sorgen solche Veranstaltungen für Wertschöpfung, generiert durch Mannschaften und Betreuer, aber natürlich auch durch die zahlreichen mitreisenden Fans, Medienvertreter und tausenden Tagesgäste.

Zum anderen ist die Aufmerksamkeit, die die Rennen mit sich brachten, ein wichtiger, mit starken Emotionen besetzter Image- und Bekanntheitsfaktor für den heimischen Tourismus. Vor Ort waren 70 TV-Stationen vertreten, von denen einige, wie ARD, ZDF, RTL, France 2 und France 3 die Rennen live übertrugen. Selbst aus Hawaii und Peru waren TV-Teams vor Ort. Al Jazeera war den ganzen Tag auf Skiern unterwegs und berichtete von den Pisten. Insgesamt wurden in den zwei Wochen weltweit etwa von 500 Millionen Menschen TV-Berichte gesehen und Artikel in Zeitungen und Online-Medien gelesen. In den zwei WM-Wochen waren rund 400.000 Besucher und mehr als 3.000 Medienvertreter vor Ort. Die Berichte und Bilder, die um die Welt gingen, sind von unschätzbarem Werbewert: Nicht nur die Live-Übertragungen der Rennen, sondern auch die Berichterstattung über die Region trugen Bilder aus Österreich in alle Welt und zeigten unser Land als perfekten Gastgeber.


Faire Gastgeber

„Wir haben nicht nur bewiesen, dass wir ein solches Großereignis perfekt organisieren und inszenieren können. Besonders erwähnt wird in vielen internationalen Berichten der letzten Tage die großartige Stimmung der Besucher vor Ort und die Begeisterung der Zuseher im Stadion", betont ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba. Das enorm hohe Teilhaben der Bevölkerung und deren Beifall für die Läufer aller Nationen mit hoher Fairness wird sehr positiv wahrgenommen.

Das enorm hohe Teilhaben der Bevölkerung und deren Beifall für die Läufer aller Nationen mit hoher Fairness werden sehr positiv wahrgenommen. „Mit dem Skifest mit Herz hat Österreich einmal mehr seine Gastgeberqualitäten unter Beweis gestellt, für die wir international bekannt sind und geschätzt werden", ist Petra Stolba überzeugt.

Neue Rekorde erwartet

Die Ski-Weltmeisterschaften in Schladming positionierten sich als Netzwerkveranstaltung zwischen Tourismus und Wirtschaft. „Der Tourismus ist für Österreich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und hat die Konjunktur in der Wirtschaftskrise maßgeblich unterstützt: In der aktuellen Wintersaison erwarten wir weitere Rekorde bei den Ankünften und Nächtigungen", sagt Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner.

Obwohl anfangs die Medaillengewinne der Österreicher ausblieben, hat sich der WM-Verlauf für den Tourismus doch als goldig erwiesen. „Wenn mit Maria Höfl-Riesch Deutschland zum Beispiel Weltmeister wird oder Slowenien, Norwegen, Frankreich, USA, Italien Gold beziehungsweise Medaillen gewinnen, dann steigen das mediale Interesse und die Begeisterung in diesen Ländern. Deutschland ist unser wichtigster Auslandsmarkt, und das überbordende Medienecho deutscher Medien tut der Steiermark und Schladming gut", ist LH-Stv. Hermann Schützenhöfer überzeugt. Sieger aus dem Ausland bringen auch Gäste aus dem Ausland. Dieser zusätzliche Tourismus schafft in der Region Schladming und in ganz Österreich zusätzliches Einkommen und Beschäftigung. Im Rahmen der WM wurde auch versucht, die ganze Steiermark zu zeigen, wie etwa die kulinarischen Köstlichkeiten der Regionen mit ihren Gastgebern.

Die Medienvertreter aller Länder nutzten die Schladming-Dachstein-&-Steiermark-Medialounge, um an Exkursionen teilzunehmen, oder lösten sich Skipässe, um das Skigebiet kennenzulernen und darüber zu berichten. Für die Ski-WM 2013 wurde die touristische Infrastruktur um 400 Millionen Euro verbessert und erneuert. Damit bietet die Region nun ein Angebot, das über Jahre und Jahrzehnte hinweg mehr touristische Einnahmen bringen wird. Einer Studie von Joanneum Research zufolge wurde damit die Basis für zusätzliche 44.000 Nächtigungen und außerdem für Umsätze von sechs Millionen Euro pro Jahr gelegt. In vor- und nachgelagerten Branchen sollen darüber hinaus Umsätze in Höhe von jährlich 1,7 Millionen Euro generiert werden.

Werbewert belegt

Den Werbewert von sportlichen Großveranstaltungen hat auch der Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer in seiner Masterarbeit untersucht. Das Fazit seiner Arbeit: Für Skiorte gibt es keine bessere Werbung als den Weltcup. Der ehemalige ÖSV-Spitzensportler ist mittlerweile Hotelier und macht sich dafür stark, dass die Jugend weiterhin für den Skisport begeistert wird und sich alle Verantwortlichen gemeinsam für den Wintertourismus einsetzen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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