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„Goldman Sachs ist der Ritterschlag“

24.10.2019

Die Budgetkette B&B Hotels wurde unlängst von der Investmentbank Goldman Sachs übernommen. Was bedeutet das für die Österreich-Expansion? Ein Telefongespräch mit Geschäftsführer Max Luscher.

Zur Person

Max Luscher Geschäftsführer der Economy-Kette B&B Hotels Deutschland und Österreich.

Die US-Bank Goldman Sachs ist Ihr neuer Eigentümer. Eine Heuschrecke, würden manche sagen. Wie geht es B&B Hotels damit?
Max Luscher: Uns geht es gut. Das Management steht voll dahinter. Wir waren ja auch vorher im Eigentum von Private-Equity-Investoren. Goldman Sachs ist jetzt der Ritterschlag, wenn man so will. 

Goldman Sachs soll die Übernahme zwei Milliarden Euro gekostet haben. Was eine schöne Wertsteigerung war, PAI kaufte B&B Hotels im Jahr 2016 bekanntlich noch für rund 790 Millionen Euro. Können Sie diese Zahlen bestätigen? 
Das kann ich nicht, weil ich sie selbst nicht genau kenne. Ich kann nur sagen, dass alle Beteiligten einen Nutzen daraus ziehen.  

Inwieweit werden das Geschäft und die Expansionspläne von B&B Hotels dadurch beeinflusst? 
Wir fahren weiter unsere Wachstumsstrategie. Jetzt stehen wir bei 500 Hotels. Bis 2030 wollen wir unser Portfolio auf 3.000 Hotels weltweit ausbauen. In der Hotellerie sind solche Umsatzerweiterungen ohne signifikante Investitionen möglich. Diese Besonderheit unserer Branche wollen wir nützen. 

Mittelfristig zehn und langfristig 25 Häuser in Österreich waren das Ziel. Soeben wurde am Wiener Hauptbahnhof das dritte Hotel in Österreich eröffnet. Wo entsteht das nächste Projekt?  
Wir werden entweder in Villach oder Wien-Meidling eröffnen. Je nachdem, welches Projekt schneller abgewickelt wird. Vom Zeitplan her sollte es bei beiden im Herbst 2020 so weit sein. Darüber hinaus planen wir weitere Projekte in Salzburg, Linz, Innsbruck, Wels, Klagenfurt, Bregenz, St. Pölten und Krems.

In Deutschland machte B&B Hotels im Jahr 2018 184,3 Millionen Euro Umsatz, die Durchschnittsrate pro Zimmer liegt bei 64,23 Euro und der RevPar betrug 41,39 Euro. Wie sehen die Zahlen dazu im Vergleich in den österreichischen Häusern aus? 
Ein Bestandportfolio mit Häusern in der Startphase zu vergleichen ist nicht wirklich sinnvoll. Fakt ist, dass wir in Österreich in allen Projekten über dem eigenen Budgetplan liegen. Wenn ich auf Graz schaue, so haben wir dort 80 Prozent Auslastung. In Wien war das Haus schon in den ersten Wochen mehrfach ausgebucht. Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz in Österreich und treiben das Wachstum entsprechend voran.

Autor/in:
Daniel Nutz
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