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Good News

22.01.2015

ÖHT: Touristiker können sich über verbesserte Förderrichtlinien freuen.

Wolfgang Kleemann, Geschäftsführer der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), ist einer der wenigen der Branche, die gute Nachrichten verkünden. So auch jüngst auf dem ÖHV-Kongress in Kitzbühel: „Unsere touristischen Betriebe haben aus meiner Sicht eigentlich keinen Grund zu jammern“, verkündete er. „Viele stehen besser da als vor zehn Jahren, sie sind stabiler geworden, ihre Eigenkapitalquote hat sich erhöht, das GOP ist gestiegen, der Rückgang bei den Investitionen konnte gestoppt, ja sogar erhöht werden.“ Die Investitionsquote liegt im Tourismus deutlich über jener in der Gesamtwirtschaft. Der Tourismus ist tatsächlich die Lokomotive der österreichischen Wirtschaft.

Beste Förderrichtlinie

Und 2015 könnte es noch besser werden: „Wir haben jetzt die beste Förderrichtlinie aller Zeiten“, sagt Kleemann. Lag der Zinssatz 2004 noch bei 2,155 %, ist er heuer auf 0,287 % gesunken. Leider nicht bei den effektiven Zinsen: Dort ist er von 3,84 % auf lediglich 3 % gesunken. Das liege u. a. an gestiegenen regulatorischen Vorschriften für Banken (Basel III). „Die Banken haben es schwer“, gibt Kleemann zu. Manchmal jammert sogar er.
Umso mehr Bedeutung kommen den geförderten Finanzierungen zu. Deshalb stellt die ÖHT im Rahmen der Förderstrategie 2014plus gemeinsam mit dem Bund und EU-Förderungen noch mehr zinsgünstige Kredite und Haftungen zur Verfügung. „Seit Basel III ist die Risikobereitschaft der Banken enden wollend, deshalb sorgen wir dafür, dass das Risiko der Hausbank zur ÖHT wandert. Das senkt die Kreditschwelle“, sagt Kleemann. Gefördert werden verstärkt Projekte mit klar definierten Investitionsschwerpunkten. Zu diesen Schwerpunkten zählen Betriebsgrößenoptimierung, Maßnahmen zur Saisonverlängerung, Investitionen in die Infrastruktur (Barrierefreiheit, Energie- und Ressourceneffizienz), Einrichtungen für Mitarbeiter. Bei der Erfüllung solcher Ziele übernimmt das jeweilige Bundesland die anfallenden Zinsen.

Übernahmen fördern

Insbesondere Jungunternehmern soll bei Betriebsübernahmen geholfen werden. „Denn Familienbetriebe sind die Basis des österreichischen Erfolgs“, sagt Kleemann. Deshalb gibt es bis zu 15 % Barzuschüsse für Ablösen, Investitionen in die Küche oder zur Erfüllung behördlicher Auflagen. Innerhalb von drei Jahren stehen weitere Zuschüsse für Folgeinvestitionen zur Verfügung – inklusive langfristiger zinsfreier Kredite, auch wenn die Zinsen wieder steigen sollten, wovon der erfahrene Banker Kleemann aber nicht ausgeht. Haftungen des Bundes unterstützen den Jungunternehmer beim Verhandeln mit seiner Hausbank, denn „den kennt ja noch keiner“.

„Touristiker sollen spannende Projekte zu Ende denken können, buchungsrelevante Projekte umsetzen“, wünscht sich Kleemann und lädt jeden Betrieb ein, im Vorfeld einer Investition oder Betriebsübernahme mit der ÖHT Kontakt aufzunehmen. Die Touristikexperten der ÖHT helfen nicht nur mit Barem, sondern auch mit Rat und Tat, auch bei den Verhandlungen mit der jeweiligen Hausbank. Am besten direkt Kontakt aufnehmen. Tel.: 01/51 530-0, kleemann@oeht.at tav

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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