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Grenzen des touristischen Wachstums?

30.05.2005

Die Tourismusdestination Österreich ist im neuesten internationalen Ranking der World Tourism Organisation (WTO) von Platz sieben auf Platz zehn zurückgefallen. Sind also die Grenzen des touristischen Wachstums für Österreich erreicht? Keineswegs, so die Überzeugung von Dr. Arthur Oberascher, Geschäftsführer der Österreich Werbung - wenn man auf die richtigen Strategien setzt.

Neueinsteiger und Aufsteiger im Destinationen-Ranking der WTO sind
vor allem die neuen Wachstumsstaaten in Asien. Ein Umstand, der
einerseits die allgemein positive wirtschaftliche Entwicklung der
Region abbildet, andererseits ein weiteres Indiz für die
Internationalisierung der Reiseströme ist. "Mit dieser Entwicklung
müssen wir in Zukunft umgehen können und unsere eigene Marktposition
am weltweiten Tourismusmarkt klar definieren und, wenn nötig,
relativieren", so ÖW-Chef Oberascher.

Ebenso relativ ist jedoch auch das WTO-Ranking zu betrachten: Denn
gerade bei den "Boom-Destinationen" China und Hongkong sind die
Wachstumsraten von einem viel niedrigeren Entwicklungsstand der
touristischen Angebotsstruktur zu betrachten. Ein
volkswirtschaftlicher Boom wie derjenige Chinas wirkt sich
selbstverständlich in vielen Wirtschaftszweigen - so auch im
Tourismus - aus. "Eine ,entwickelte" touristische Destination wie
Österreich mit ihrer über viele Jahrzehnte gewachsenen Struktur und
ihren wirtschaftlichen Erfolgen muss sich vom rein quantitativen
Denken lösen", analysiert Oberascher. Ein Indikator im WTO-Ranking
illustriert diesen hohen Entwicklungsgrad der Destination Österreich:
Mit 237 internationalen Ankünften pro 100 Einwohner wird der
Flächenstaat Österreich - ein Land mit nur 8 Millionen Einwohnern -
nur noch von der städtischen Agglomeration Hongkong übertroffen.

"Diese Überlegungen können für Österreichs Touristiker nur eine
Konsequenz haben: Touristisches Wachstum wird auf die Dauer nur über
Qualität definiert - bei gleichzeitiger Erschließung und Entwicklung
neuer Märkte, also Forcierung der Internationalisierung", so
Oberaschers Fazit. Österreich im internationalen Wettbewerb der
Destinationen als Qualitätsurlaubsland zu verankern - mit einer hohen
Wertschöpfung in allen Gliedern der Wertschöpfungskette - ist der
Schlüssel zu künftigem Markterfolg.

Daran arbeitet die Österreich Werbung seit langem. Als
Wissensagentur bereitet sie Markt- und Markenwissen für alle
heimischen Angebotsträger auf, fokussiert ihr internationales
Marketing auf Qualität, erschließt neue Vertriebskanäle - und zeigt
in allen Elementen des Marketing, dass Charme und Qualität des
Urlaubslandes Österreich im internationalen Wettbewerb bestehen
können. Jetzt und in Zukunft.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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