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Großes Potenzial in Österreich

15.02.2010

Convenience-Studie. Bei der Versorgung unterwegs gibt es erhebliche Unterschiede. Das belegt die zweite Studie „Convenience in Europa“ des Competence Centers for Convenience der European Business School (EBS), in der die Unterwegsversorgung in Österreich, Deutschland und in der Schweiz untersucht wurde. Österreicher essen ihre "To Go"-Produkte am liebsten daheim.

Die Zeiten, in denen überwiegend Single-Männer in Städten das belegte Brötchen als Frühstücksersatz wählten oder sich auf die Schnelle ein Pizzastück als Mittagessen gönnten, sind vorbei. Längst ist die Unterwegsversorgung für breite Teile der Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit geworden.

Gemütlich muss es sein

In Österreich ist der Hang zu Genuss und Geselligkeit überdurchschnittlich ausgeprägt. Wenn Freunde sich unterwegs versorgen, wirkt das ansteckend auf viele Österreicher. Allerdings wird das gekaufte Produkt dann oft woanders verzehrt. Österreicher kaufen zwar „To Go“-Produkte, essen und trinken diese aber am liebsten in den eigenen vier Wänden oder auch sehr gerne im Auto, jedoch nicht im Gehen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie etwa deutsche Konsumenten. In allen Ländern werden gekühlte Erfrischungsgetränke und warme Getränke besonders geschätzt. In Österreich und in der Schweiz sind es vor allem Energydrinks, die gerne konsumiert werden - in Deutschland ist das bevorzugte Produkt Kaffee. Belegte Brötchen, warme Snacks und Süßigkeiten sind die TopSeller. Österreicher und Schweizer konsumieren mehr Obst und Salate, Deutsche hingegen mehr warme Snacks. Im Ländervergleich greifen die Österreicher sehr häufig zu etwas Süßem.

Praktisch und gesund

Auf dem Weg zur Arbeit werden vergleichsweise häufig Fachgeschäfte und Tankstellen angefahren. Während der Arbeit sind vor allem Imbiss, Fast-Food-Restaurant und Coffeeshop sehr beliebt. Auf dem Weg nach Hause sind dann Lebensmittel-Einzelhandel, Supermarkt oder Discounter angesagt. In der Freizeit geht man gerne in Restaurants oder Fast-Food-Restaurants. So oder so spielt die Wertigkeit des Essens bei den Verbrauchern eine große Rolle. Auch hier hat ein deutlicher Wandel stattgefunden, gesundes Essen und „To Go“ schließen sich nicht mehr aus. Galten Convenience-Produkte früher landläufig als weniger gesund, so ist dieses Vorurteil für die Verbraucher längst veraltet. Sie achten auf gesundes Essen, auch bei der „Unterwegs“-Variante. So stellte sich bei der Studie heraus, dass auch häufige Convenience-Nutzer keinen höheren Body-Mass-Index (BMI) haben, als andere.

Frauen lieben Fachgeschäfte

Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Verzehr des Essens. Rund 60 Prozent der Männer essen ihren Snack noch in oder an der Einkaufsstätte, bei den Frauen sind es hingegen mit 40 Prozent deutlich weniger. Dafür beißen Frauen gerne auch in Bus und Bahn ins Brötchen, essen unterwegs im Gehen oder nehmen sich den Snack mit nach Hause. Männer kaufen ihre Mahlzeit für unterwegs am liebsten in der Tankstelle, Frauen dagegen sind vor allem Fans von Fachgeschäften wie beispielsweise Bäckereien. Nicht zu unterschätzen ist auch die steigende Bedeutung von Supermärkten bei der Wahl der kleinen Snacks. Ob klassische, belegte Baguettes oder geschnittenes und portioniertes Obst – immer mehr Verbraucher greifen hier gerne zu. Unterschiede gibt es noch bei der Spontanität. Während rund zwei Drittel der Männer bereits vor dem Betreten der Einkaufsstätte wissen, was sie für die Unterwegsversorgung zu Essen oder Trinken kaufen möchten, sind die Frauen hier wesentlich spontaner und lassen sich vom aktuellen Angebot inspirieren.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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