Direkt zum Inhalt
Die Eurogast-Black-Tiger-Garnelen aus den Mangroven.

Gute Shrimps

01.03.2018

Die Shrimpszucht wurde in Asien zu einem großen Umweltproblem. Jetzt hat ein Umdenken stattgefunden. Die in natürlichen Aquakulturen im Mekong-Delta in Vietnam gezogenen Garnelen landen auf den österreichischen Tellern.

Tausende Zuchtbecken, welche die Mangrovenwälder in Südostasien zerstören. Umweltsünden, die vergleichbar sind mit der Abholzung des tropischen Regenwaldes. Die Shrimpszucht stand in den vergangenen Jahren am Pranger von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace. 
Doch es geht auch anders, verträglicher für Menschen und Umwelt. Die meisten Großhändler haben mittlerweile Shrimps aus sogenannten „extensiven Aquakulturen“ in ihrem Sortiment. Der Unterschied zu den „intensiven Aquakulturen“ könnte kaum größer sein. 145 Tonnen Shrimps bringt durchschnittlich eine „intensive Aquakultur“ jährlich pro Hektar, die „extensive Aquakultur“ dagegen rund eine Tonne. 

Weniger Ertrag, kaum Risiko

Doch wie sieht die extensive Kultur aus? Der Gastro-Großhändler Eurogast bezieht beispielsweise seine Black Tiger Shrimps aus Fernost, aus dem Mekong-Delta in Viet-nam, wo ein guter Teil der Bevölkerung von der Shrimpszucht lebt. Die Kooperative Binca Group (siehe Fotos) arbeitet dort mit rund 90 Farmern zusammen. Wobei es sich dabei um kleine Bauern handelt, die auf flussähnlichen Wegen, die durch die Mangrovenwälder führen, die Shrimps per Netz fangen. Die Tiere ernähren sich dort von den pflanzlichen Bestandteilen der Mangroven und Kleinstlebewesen – ohne Antibiotika. Ein Vorteil dieser Methode: Die geringe Dichte an Fischen führt zwar zu geringen Hektarerträgen, jedoch ist auch die Ansteckungsgefahr durch Parasiten und damit das Risiko eines Ernteausfalls geringer. Binnen dreier Stunden werden die Tiere in einer nahen Fabrik verarbeitet und handelsfertig gemacht. 

Wie erkennt man es?

Und wie erkennt der Kunde, der Gastronom im C+C-Markt oder im Onlineshop, welche Shrimps aus umweltschonenden Aquakulturen stammen? Ganz einfach, auf der Verpackung muss „extensive Aquakultur“ ausgewiesen sein. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Für die Teilnahme am Silent Tasting der Österreichischen Sektgala 2020 ist die Reservierung eines Zeitfensters erforderlich.
Gastronomie
12.10.2020

Erstmals gibt es die Gelegenheit, alle drei Kategorien der österreichischen Sektpyramide für sich strukturiert zu verkosten. Der Eintritt ist für Fachbesucher frei!

Mit der App scannt man Strichcodes von Regalen oder Katalogen.
Gastronomie
08.10.2020

Das bestehende „Best.Friend“-System wird auf einen neuen Level gehoben. Testimonial ist Roland Trettl.

Die Registrierungspflicht gehört in Wien bereits zum Alltag. 
Gastronomie
08.10.2020

Die Registrierungspflicht für Gäste mitten in einer Zeit coronabedingter, finanzieller Einbußen sorgte anfangs bei vielen Unternehmern für große Skepsis. Wir zeigen die besten Lösungen.

Markus Josef IV. führt das Gasthaus seit 2012.
Gastronomie
08.10.2020

Die "Dankbarkeit" ist seit Jahrzehnten eine überregional bekannte Hochburg der pannonisch-burgenländischen Küche

Die Zielgruppe für eine gute Gemüseküche ist heute größer als je zuvor – das kommt der Hollerei heute zugute. Margit und André Stolzlechner vor der „Hollerei“.
Gastronomie
01.10.2020

Die Hollerei ist eine Wiener Institution. Ein Wirtshaus im 15. Wiener Gemeindebezirk, das ausschließlich fleischlose Speisen auf der Karte hat – und das seit nunmehr 21 Jahren. Das ist mutig.

Werbung