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Gutes Ergebnis trotz schlechter Ausgangslage

26.05.2011

Wien. Das vorläufige Ergebnis der Statistik Austria für die vergangene Wintersaison ist besser als befürchtet - immerhin lagen die Ferientermine ungünstig und die Schneeverhältnisse waren bescheiden. Gerettet hat das Ergebnis der Osten Österreichs.

Spartenobmann Hans Schenner rechnet trotz Regenwetter mit einem Anhalten des positiven Trends beim Städtetourismus

"Mit einem blauen Auge davongekommen, Schneekanone sei Dank!", kommentiert Hans Schenner, Tourismusobmann in der Wirtschaftskammer (WKO), das von der Statistik Austria gemeldete vorläufige Ergebnis der Wintersaison 2010/11 (November 2010 bis April 2011). Im vergangenen Winter wurden 62,04 Mio. Nächtigungen gemeldet, nach den letzten drei Saisonen das vierthöchste Ergebnis seit den statistischen Aufzeichnungen. Gegenüber der letzten Wintersaison entspricht dies aber einem Nächtigungsrückgang von 1,1 Prozent.

 

Zuwächse im Osten decken Skidestinationen
In der tieferen Analyse zeigt sich jedoch, dass diesmal der Osten Österreichs das Gesamtergebnis gerettet hat. Das extrem gute Abschneiden von Wien (+6,1%), Oberösterreich (+2,6%) und Niederösterreich (+2,0%) bis hin zum Burgenland (+0,2%) überdeckt das Minus in den klassischen Skisportdestinationen. So müssen im Vergleich zum Winter 2009/2010 Vorarlberg (-4,7%) oder Kärnten(-4,0%) herbe Rückgänge verkraften, auch Tirol (-1,6%) und Salzburg (-1,8%) liegen unter dem heimischen Gesamtrückgang von minus 1,1%.

 

Maßgeblich für die Zukunft ist die Schneesicherheit
"Trotz allem müssen wir auch in den Wintersportorten nach vorne schauen, und Ostern ist Gott sei Dank nicht jedes Jahr so spät!", so der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft Schenner. Der späte Ostertermin machte heuer einigen Destinationen einen Strich durch die Rechnung. Höher gelegene Wintersportorte konnten dagegen punkten.  Maßgeblich für die Zukunftsfähigkeit ist die Schneesicherheit der heimischen Winterdestinationen. Über 70 Prozent der Pisten können mittlerweile beschneit werden. Auch Tourismusminsiter Reinhold Mitterlehner ist zufrieden: "Trotz einer schlechten Ausgangslage haben wir insgesamt ein gutes Ergebnis erzielt. Mit dem Ausbau der Infrastruktur über Schneekanonen und noch mehr innovativen Angeboten haben die Tourismusbetriebe die richtige Antwort auf die Herausforderungen dieser Saison gefunden. Wir konnten daher mehr Winter-Gäste als je zuvor empfangen, während wir bei den Nächtigungen immerhin das vierthöchste Ergebnis aller Zeiten erzielt haben".

 

Mit Optimismus in die Sommersaison

Für die Sommersaison ist Mitterlehner optimistisch: "Das Wifo rechnet derzeit mit einem leichten Zuwachs der Tourismusumsätze im Sommer. Dazu zeigen Umfragen, dass die Reiselust aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs in ganz Europa steigt. Diesen Rückenwind sollten wir bestmöglich nützen", betont Mitterlehner. Um im härter werdenden Wettbewerb um jeden Gast erfolgreich zu sein, investiert die Österreich Werbung zur Bewerbung des Sommers rund 17 Millionen Euro in Marketing. "Ganz im Sinne der Tourismusstrategie Österreich konzentrieren wir uns in allen Märkten auf unsere wichtigsten Alleinstellungsmerkmale Alpen, Donau und Seen sowie Städte und Kultur", bekräftigt Mitterlehner.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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