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Härtefall-Fonds: First-Come-First-Served-Prinzip

26.03.2020

Kleinunternehmen bis zehn Mitarbeitern können neben EPU über den Härtefall-Fonds ab Freitag Hilfen beantragen. Daneben gibt es Notfallhilfefonds, die einen Mix aus Kredit und Zuschuss anbieten.  Die Wirtschaftskammer (WKO) wickelt dies ab. Es gilt: schnell die Anträge stellen. Viele Gastronomie-Betriebe bereits mit Liquiditätsengpässen.

Die Regierung stellt Hilfe für Unternehmen zur Verfügung. Für Betriebe steht der "Härtefallfond" und der "Nothilfefond" zur Verfügung.

Die neuen Hilfsmaßnahmen für Betriebe stehe jetzt fest. Ab Freitag  gibt es auf der Website der WKO die Förderrichtlinien für den Härteall-Fonds und die Möglichkeit des Ansuchens.  Bei den Anträgen herrscht das First-Come-First-Served-Prinzip. Es gilt also, schnell einzureichen. Anträge können ab Freitag 17 Uhr erfolgen. Derzeit steht eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Wer profitiert vom Härtefall-Fonds?

Tourismusunternehmen (und andere Kleinunternehmen) mit bis zu 10 Mitarbeitern können einreichen. Daneben werden Ein-Personen-Unternehmer, neue Selbständige und Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich) berücksichtigt. Die Abwicklung erfolgt durch die Wirtschaftskammer. Ausgezahlt werden maximal 6.000 Euro, wie Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) erklärte. Dieser ist ein Zuschuss für den entgangenen Gewinn und muss nicht refundiert werden. Laut WKO sollen die Zuschüsse binnen weniger Tage ausgezahlt werden.

Welche Hilfen bietet der Notfallhilfefonds?

Eine Mischung aus Zuschuss und Kredit stelt der Nothilfefonds für KMU dar - dieser ist für größere Tourismusbetriebe relevant. Es wird ein günstiger Kredit auf den Quartalsumsatz gewährt. Nach einem Jahr müssen die Unternehmen dann die tatsächlichen durch die Coronakrise entstandenen Schäden anführen. Dann werde diese Summen von Krediten in Zuschüssen umgewandelt. Dieser Fonds ist mit 17 Milliarden dotiert. Genaue Details dazu sollen laut WKO-Generalsekretär Karlheinz Kopf in den kommenden Tagen folgen. Die Abwicklung dieses größeren Fonds wird vermutlich nicht die WKO, sondern die AWS übernehmen. 

Für Gastronomen wichtige Stütze

„Liquidität ist das Problem“ vieler Gastronomen, sagt der Wiener Gastronomie-Obmann Peter Dobcak gegenüber der der ÖGZ. Die Lage bei vielen Gastronomiebetreiben spitzt sich zu. „Viele Betriebe müssen jetzt 100.000 Euro vorstrecken, Geld dass sie aufgrund von 100 Prozent Umsatzeinbruch nicht haben“, so Dobcak.

Übrigens: Die schon bestehenden Überbrückungsgarantien für Betriebsmittelkredite für  Tourismusbetriebe werden weitergeführt und ausgebaut. Die Antragstellung ist bereits möglich und erfolgt über die Hausbank. Mehr Infos zu den Krediten für Tourismusbetriebe Mehr Infos zu den Krediten für EPU/KMU

Hilfe: 38 Mrd. insgesamt

Die Regierung hat ein 38-Milliarden-Euro-Hilfspaket verabschiedet. Damit sollen Massenarbeitslosigkeit und massive Umsatzausfälle bei Unternehmen verhindert werden. Vier Milliarden Euro fließen in die Kurzarbeit vorgesehen, neun Milliarden für Garantien und Haftungen zur Kreditsicherung. 15 Milliarden Euro sollen in die Notfallhilfe fließen, um Branchen wie den Tourismus und Gastronomie zu unterstützen, die besonders hart von der Corona-Krise getroffen werden. Zehn Milliarden Euro sind für Steuerstundungen vorgesehen.

 

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