Direkt zum Inhalt

Härtefallfonds - Weitere Erleichterungen geplant

23.04.2020

Flexiblere Handhabung und ein größerer Bezieherkreis sind beim Härtefallfond angedacht.

Der Härtefallfonds soll etwas weniger bürokratisch werden. Und leichter zugänglich.

Derzeit wird die zweiten Tranche des sogenannten Corona-Härtefallfonds für Kleinstunternehmer ausgeschüttet. Mit bis zu 6.000 Euro auf drei Monate sollen Einkommensverluste abgefangen werden.

Nun gibt es Verhandlungen, um Antrag und Bezug zu erleichtern und auszuweiten. Der Kreis der Anspruchsberechtigten könnte nun nochmals erweitert, das System weniger kompliziert werden.

Die Wirtschaftskammer erklärte auf APA-Anfrage, dass eines der Themen eine flexiblere Handhabung beim so genannten Betrachtungszeitraum sein kann.

Hier geht es zum Antrag!

Mehr Förderberechtigte 

Damit wäre Kleintsunternehmen geholfen, die beispielsweise im März und April noch Einkommen hatten, aber wüssten, dass wegen der Coronakrise in den Monaten darauf die Einkünfte ausbleiben. Wer nämlich zum Krisenbeginn März/April noch Einkünfte hatte, gilt jetzt nicht als förderberechtigt.

Als Härtefall gilt, wenn durch die Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 die laufenden Kosten nicht mehr gestemmt werden können, wie in der Gastronomie ein behördliches Betretungsverbot bestand oder im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mindestens 50 Prozent des Umsatzes verloren gingen.

Aktuell war laut geltender Richtlinie für die Berechnung der Zuschüsse für den Betrachtungszeitraum 16.3. bis 15.4. 2020 der Umsatz dem des Monats März 2019 oder einem Drittel des Umsatzes des ersten Quartals 2019 gegenüber zu stellen. Spiegelgleich gilt dies für die beiden weiteren Betrachtungszeiträume 16.4. bis 15.5. sowie 16.5. bis 15.6.

Keine positive Bilanz nötig

Für neue Kleinstunternehmern wiederum ist bisher die Voraussetzung einer positiven Bilanz ein Problem. Wer 2019 im ersten Jahr des Bestehens viel in den Start investiert hat und deshalb Verlust machte, ist von der staatlichen Förderung nicht erfasst. Das soll sich ebenfalls ändern.

Die Steuerberater urgierten zuletzt auch einfachere Antragstellung für ihre Klienten für sich. In Wien machen sich die Grünen für leichteren Zugang für Pflegekräfte zum Härtefallfonds stark. Viele 24-Stunden-Pflegerinnen, die jetzt im Ausland festsitzen und nichts verdienen, haben keine österreichische Steuernummer, eine der Voraussetzungen für die Hilfsgelder.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
Werbung

Weiterführende Themen

Zurück in die  kulinarische ­Zukunft: Die Alpine Küche bietet Touristikern und Gastronomen Geschäftschancen.
Gastronomie
15.01.2021

Die Alpine Küche ist auf dem Vormarsch. Traditionell und doch fortschrittlich. Als Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft und als touristischer Hoffnungsträger. Lokale Produzenten arbeiten ...

Ohne "Reintesten" wird es auch in der Gastronomie keine Öffnung geben.
Gastronomie
14.01.2021

Gäste in Hotellerie und Gastronomie werden nach dem Lockdown einen negativen Covid-Test brauchen. Ob die Betriebe ab dem 25. Jänner aufsperren, muss bezweifelt werden. Für die Branche wäre eine ...

Gastronomie
14.01.2021

Von 18. bis 21. Jänner können Interessierte kostenlos an den virtuellen Infotagen teilnehmen und komfortabel Aus- und Weiterbildung planen.

Gastronomie
12.01.2021

96 Anzeigen hagelte es in der Linzer Innenstadt, außerdem wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das Lokal wurde geräumt.

Friedrich Wimmer war 44 Jahre lang für Lenz Moser tätig.
Gastronomie
12.01.2021

Marketingleiter Friedrich Wimmer tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an. Er war 44 Jahre lang für die Weinkellerei tätig. Seine Nachfolge hat mit 1. Jänner Christoph Bierbaum angetreten.

Werbung