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Präsentation der Unterlagen (v. l. n. r.): Landeskonservator Werner Jud, Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch und Dr. Bruno Maldoner

Hall startet UNESCO-Prüfungsprozess

10.02.2014

Hall in Tirol. Mit seiner gut erhaltenen Altstadt ist Hall in Tirol  nicht nur einer der bedeutendsten kultur- und wirtschaftshistorischen Städte Tirols sondern auch der Geburtsort des Talers. Nun bewirbt sich die Münzstadt um die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Prüfung dafür wird über ein Jahr dauern.

In die Liste der Weltkulturerben werden nur Stätten aufgenommen, die nach Meinung des Welterbe-Komitees aus historischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen eine herausragende Bedeutung haben. Vorraussetzungen, die Hall in Tirol mit einer ersten historisch belegten "Industrien" voll und ganz erfüllt. Denn für die Münzindustrie setzte Hall Meilensteine. So wurde im 15. Jahrhundert mit dem "Guldiner" die sogenannte "Taler-Währung" erfunden, der später zum Namenspatron für den Dollar wurde.

Internationale Anerkennung
"Die Aufnahme in die Welterbe-Liste würde für Hall in Tirol eine hohe internationale Auszeichnung und Anerkennung der historischen Bedeutung der Stadt und seiner Münzstätte darstellen", so Landeskonservator Werner Jud. Vorbereitet ist Hall darauf: Schon längst wurde das gesamte Ensemble der Altstadt unter Schutz gestellt. Darüber hinaus wurde ein Masterplan erstellt, damit die Altstadt auch in Zukunft ein vitaler Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt. Dieser ist für die Bewerbung besonders wichtig. "Für die Bewerbung muss nämlich ein "Masterplan" beigelegt werden. Nur wenn eine entsprechende Entwicklungsperspektive für die Zukunft vorliegt, verleiht die UNESCO die Auszeichnung", erklärt Dr. Eva Maria Posch, Bürgermeisterin von Hall in Tirol. Der Zeitplan für die mögliche Aufnahme steht auch schon fest: Bis April 2015 wird die Einreichung geprüft, die Entscheidung fällt im Juli 2015.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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