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Handschlagqualität zählt

23.09.2009

Berndt Querfeld, Wirtschaftsbund Obmann der Wiener Kaffeesieder, spricht über die allgemeine Wirtschaftssituation aus der Sicht eines Kaffeesieders und wie er sie einschätzt: „Generell wäre es für uns Kaffeesieder schön, wenn wir unsere Umsätze 2009 halten können.Von Irene Stelzmüller

Bernd Querfeld

Caféjournal: Wie steht es derzeit um die Wiener Wirtschaft, beziehungsweise die Kaffeehäuser?
Berndt Querfeld: Es wäre vermessen von mir, für die Wiener Wirtschaft zu sprechen. Aber ich spreche gerne darüber, wie ich die Wirtschaftssituation derzeit erlebe und einschätze. Für die Kaffeehäuser zeichnet sich aus meiner Sicht ein unterschiedliches Bild ab. Betriebe mit einem hohen Stammgästeanteil haben weniger Probleme, den Umsatz zu halten, als Standorte mit einem hohen Touristen-Anteil. Generell wäre es für uns Kaffeesieder schön, wenn wir unsere Umsätze 2009 halten können. Viele Kollegen berichten mir, dass der Umsatz auf dem Niveau von 2007 liegt. Das ist zwar nicht schlecht, deckt aber die hohe Inflation von 2008 und die ständig steigenden Kosten nicht ab. Es bleibt weniger Geld in der Kasse. Dieser Situation muss sich die Wiener Wirtschaft stellen.

Caféjournal: Wie hilft der Wirtschaftsbund Wien den Gastro­no­miebetrieben/Kaffeehäusern?
Querfeld: Jetzt ist die Zeit, die Partnerschaft unter Beweis zu stellen. Deshalb empfinde ich gerade meine Funktion innerhalb der Wirtschaftskammer zu diesem Zeitpunkt als eine besondere Herausforderung. Ich hätte mir sicher eine leichtere Wirtschaftssituation gewünscht, aber genau jetzt kommt es auf Erfahrung und Handschlagsqualität an. Die möchte ich gerne einbringen.
Die Wirtschaftskammer schafft Rahmenbedingungen, die jedem einzelnen von uns helfen, für die aktuelle Situation besser gerüstet zu sein. Aber Information ist nicht nur eine Bring-, sondern auch eine Holschuld. Das Angebot reicht von Kreditberatung, über Förderungsberatung und Schulungen bis hin zu dem Angebot, einfach anzurufen und sein Problem zu besprechen. Wunder können wir keine bewirken, aber wir können zumindest versuchen die Erfahrungen zu bündeln und gemeinsam an besseren Rahmenbedingungen für uns Kaffeesieder zu arbeiten. Oft sind die Tipps, Hilfestellungen und Ratschläge von Unternehmer/in zu Unternehmer das Wichtigste.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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