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Harald Mahrer: Problem erkannt und ausgesprochen

31.05.2017

Der neue Tourismusminister Harald Mahrer (ÖVP) hat gegenüber der APA ein paar gute Dinge gesagt, die die Branche ganz ähnlich sieht – nur bislang auf eher wenig Gehör auf Seiten der Politik stieß. Das lässt hoffen, auch wenn es bislang nur Ankündigungen sind. Mahrer möchte „im Sommer 2018“ die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung auf Nächtigungen evaluieren. Das ist noch keine Garantie auf eine Rücknahme, aber immerhin. Ähnliches hat er zur Allergenverordnung geäußert: Hier habe Österreich „übererfüllt“. Allerdings. Er sei ein „großer Fan vom Ausmisten veralteter Regelungen“ – womit er aber nicht gesagt hat, dass er dafür sorgen möchte, die Allergenverordnung zurückzunehmen. Kann er auch gar nicht, das ist Sache der EU. Aber man könnte sich in Brüssel dafür stark machen. Und Ausmisten klingt immerhin nach einem vernünftigen Neuansatz bei der Novelle der Gewerbeordnung.

Wenig überraschend macht sich Mahrer für einen Ausbau der Digitalisierung im Tourismus stark – und dazu gehört auch die Anbindung entlegener Regionen an ein leistungsfähiges Glasfasernetz. Aber das wird in Bezug auf die dringend benötigte Arbeitskräftemobilität noch nicht genügen, weiß auch Mahrer: „Wie steht es um Kinderbetreuungseinrichtungen, Bildungsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung?“, fragt er. Schlecht steht es um sie in vielen ländlichen Regionen.

Die richtigen Fragen zu stellen, ist immerhin ein Anfang. Die Probleme zu erkennen und auszusprechen, auch. Aber es kommt auf die Umsetzung an. Und ob Harald Mahrer dafür im Sommer 2018 Gelegenheit haben wird, entscheidet sich bereits im Herbst 2017.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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