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Haubenküche für zwei Euro

02.08.2006

Mit insgesamt 16 Vortragenden widmete sich der erstmals durchgeführte Food Service Kongress den vielen Facetten der Gemeinschaftsverpflegung – von der Hygiene bis zum Wareneinstandspreis.

Es sind vor allem zwei zentrale Aspekte, die den facettenreichen Gastronomiebereich der Gemeinschaftsverpflegung prägen: die umfangreiche und strenge Hygienegesetzgebung, die den Küchenablauf fundamental prägt; und ein massiver Preiswettbewerb, der den Gemeinschaftsverpflegern sowohl hinsichtlich Waren- als auch Personaleinsatz Höchstleistungen abverlangt.
Allein vor diesem Spannungsfeld bietet sich für einen Gemeinschaftsverpfleger-Kongress“ eine breite Themenlandschaft. Genau diese hat die ÖGZ im Rahmen des „Gastroforum 2006“ in den Mittelpunkt gerückt und gemeinsam mit dem b2b-Bildungsspezialisten „Red Ed“ den „Food Service Jahreskongress 2006 veranstaltet. Rund 80 Kongressteilnehmer erlebten Mitte Juni in der Event­pyramide der Austria Trend Hotels in Vösendorf 17 Vortragende, die sich den Problemstellungen des GV-Bereichs aus den unterschiedlichsten Perspektiven annäherten.

Verlierer und Sieger
Der Marktforscher Mag. Helmut Obergantschnig von Gastro Obsearcher etwa präsentierte die GV in Daten und Fakten, denen eine Branchebefragung unter 3.000 Personen zugrunde liegt. Die Zahlen belegen deutlich, dass die Gemeinschaftsverpflegung als Ganzes deutlich an Stellenwert verliert, jedoch Teilbereiche wie das Catering oder der Care-Bereich rund um die Verpflegung von Senioren zulegen und Wachstumspotenzial haben. Die Erfolgsstrategien in diesen Segmenten folgen freilich nicht einem „business as usual“. Vielmehr gilt es, ein Marketing-orientiertes Dienstleistungsdenken zu etablieren, um bei den Kunden zu punkten. Dieser Strategie redeten bei Kongress jedenfalls Manfred Ronge von der Verkehrsbüro Kulinarik ebenso das Wort wie Herbert Millidorfer von GO Catering oder auch Günther Pohl, unter dessen Ägide als Küchenleiter im Kuratorium der Wiener Pensionisten-Wohnhäuser das kulinarische Angebot gänzlich umgestellt wurde.
An der Schnittlinie von Kulinarik und Kalkulation trat Star-Koch Reinhard Gerer in Erscheinung. Er präsentierte (und kochte zum Teil live in einer von Electrolux aufgebauten Schauküche) drei hochwertige dreigängige Menüs, die unter der Prämisse erstellt wurden, im Wareneinsatz € 1,90, € 2,10 und € 2,30 nicht zu übersteigen.

Mehr über die Inhalte des Food Service Jahreskongress 2006 und Details zum Schaukochen von Reinhard Gerer finden Sie hier >>

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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