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Geplant wurde das Lokal von der id-Werkstatt aus Traun, das violette Corporate-Design kommt von der Linzer Werbeagentur Fredmansky.

Hier gibt’s was auf die Rippen

01.06.2017

Neues Lokal in der Linzer Innenstadt: Im „Jack the Ripperl“ dreht sich alles um die Rippen des Schweins.

 

Johannes Roither (Bild links) und Co-Inhaber Wolfgang Gittmaier.
Kein Fleischgericht ohne Ripperl  im „Jack the Ripperl“.

Die Liebe zu den Ripperln wurde Johannes Roither in die Wiege gelegt. Da während der Woche eher wenig los war, führten seine Eltern Ferdinand und Hedwig im Gasthof „Mitten in der Welt“ in den 1970ern den Ripperl-Mittwoch ein. „Das hat gut funktioniert“, erinnert sich Johannes Roither. Und tut es bis heute. Nach Übernahme des elterlichen Betriebs im kleinen Mühlviertler Ort Neußerling behielt Hannes Roither die Tradition bei, perfektionierte die Ripperl-Zubereitung. Und verpasste ihr nun einen urbanen Rahmen. 

„Davon hat Hannes immer geträumt“, erzählt seine Nichte Melanie und blickt sich im Restaurant um. „Davon“ ist: Jack the Ripperl, das Roither gemeinsam mit Wolfgang Gittmaier führt, Küchenchefin ist Lisa Schallmeyer. Im neuen Lokal am Linzer Taubenmarkt dreht sich alles um die Rippen des Schweins: Gegrillte Karreeripperl, gebratene Bauchripperl, Ripperlsalat, Ripperl-Burger, Ripperl-Wrap, Ripperl-Senf, Ripperl-Schmalz. Es gibt aber auch zwei vegetarische und ein veganes Gericht, bloß kein Fleischgericht ohne Ripperl. 

„Wir kennen nicht jede Sau beim Namen. Jeden unserer Bauern aber schon“, steht auf einer Lokalwand. Den Namen des oberösterreichischen Schweinebauern kennen auch die Gäste, der flimmert samt Foto über einen Bildschirm im Shopbereich: „Heute kommen die Ripperln von …“ 

Integrierter Shop

Im ins Lokal integrierten Shop werden hausgemachte Gewürze, Saucen und Produkte regionaler Partner verkauft, dahinter ist ein Take-away und SB-Bestellcounter, um eilige Büromenschen in der Mittagspause zu versorgen. „Unsere Ripperln sind in fünf Minuten am Tisch“, sagt Roither. Kochverfahren und Rezeptur wurden extra so gestaltet. „Die Bestzeit legen wir oben drauf“, steht auf einer anderen Lokalwand. Das eigentliche Herzstück, der Restaurantbereich mit Service, bietet 45 Personen Platz. Ein separater Raum im Obergeschoß – genannt „Ripperl-Himmel“ – eignet sich mit 25 Sitzplätzen für Geburtstags- und Firmenfeiern, kann mit Speisen- und Getränke-Pauschale gemietet werden. Bei sommerlichen Temperaturen bietet sich der ruhige Gastgarten im Innenhof an. 

Geplant wurde das Lokal von der id-Werkstatt aus Traun, das violette Corporate-Design kommt von der Linzer Werbeagentur Fredmansky. Regionalität ist auch in der Küche angesagt, man achtet darauf, nur mit heimischen Produkten zu kochen. Geöffnet ist täglich von 11 bis 24 Uhr. Damit die Ripperln um elf fertig sind, nimmt die Küchenmannschaft die Arbeit um halb neun auf. 

Kräftiges Bier, kräftiges Essen

„Grundvoraussetzung für g’schmackige und zarte Ripperln ist die Fleischqualität. Hier machen wir keine Abstriche“, sagt Roither. Zartheit und Geschmack seien die Markenzeichen von Jack (= Koseform von John = englisch für Johannes) the Ripperl, so Johannes Roither. Was ihm am neuen Lokal sonst noch wichtig ist? „Unkompliziert! Unkompliziert ist ein ganz wichtiges Wort für uns!“ 

Wie isst man nun Ripperln? Mit Messer und Gabel? „Zum Ripperln-Essen braucht man die Hände. Und einen großen Mund“, erklärt Co-Inhaber Wolfgang Gittmaier. Das Hackbeil, das passend zum Lokalnamen mit den Ripperln serviert wird, ist tatsächlich kaum nötig, so leicht löst sich das Fleisch von den Knochen.

Und was trinkt man dazu? „Säfte und Grüner Veltliner passen auch gut dazu“, sagt Gittmaier. „Der Klassiker ist aber natürlich Bier. Wir haben uns bewusst für Gösser Spezial-Bier entschieden. Ein kräftiges Bier zum kräftigen Essen.“

Autor/in:
josef.schmidt
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