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Teamchef Philipp Stohner (Vizepräsident VKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher (Bundesspartenobfrau in der Wirtschaftskammer Österreich), Agnes Karrasch, VKÖ-Präsident Mike P. Pansi, Celino Waldner, Trainer Alexander Forbes (Vizepräsident VKÖ) und Thomas Penz (v. l.) präsentierten die 25 Kilogramm schwere Bronze-Trophäe – den „Heiligen Gral der Köche“.

Hochleistungssport am Herd

05.12.2019

Der Kinofilm „Culinary World Cup“ über den WM-Triumph des österreichischen Kochteams in Luxemburg macht deutlich, wie viel Arbeit und Leidenschaft hinter so einem Sieg steckt.

Einer der bedeutendsten Wett­bewerbe der Welt

Der Culinary World Cup in Luxemburg zählt weltweit zu den drei größten Kochwettbewerben. 75 Nationen mit mehr als 2.000 Köchen nahmen an fünf Wettbewerbstagen daran teil. Das nächste Ziel der jungen Kochtalente aus dem VKÖ ist die Koch-Olympiade 2020 in Stuttgart.

Roland Trettl und Hans Neuner haben nie an Kochbewerben teilgenommen, Thomas Dorfer nur einmal. Nachdem die drei Spitzenköche die eineinhalbstündige Doku über die Teilnahme des österreichischen Jugendnationalteams bei der Kochweltmeisterschaft 2018 in Luxemburg gesehen haben, bereuen sie das vielleicht. Mitreißender kann ein Mitschnitt – professionell von der Tiroler Filmfirma „Bildartisten“ in Szene gesetzt – über die jahrelangen Vorbereitungen und den Abruf der Leistung an zwei Wettkampftagen kaum sein. 

„Culinary World Cup“ zeigt, wie es zum bisher größten österreichischen Kocherfolg kam. Wie Thomas Penz (Hotel Penz Innsbruck), Michael Ploner (Hotel Central Nauders), Manuel Hammerl (Landhaus Bacher), Celino Waldner (Ikarus Hangar 7) und Agnes Karrasch (Steirereck) im November 2018 den Weltmeistertitel und zweimal Gold holten. Wie die jungen Leute ticken. Etwa, wenn Thomas Penz mit dem Longboard zum familieneigenen Gemüsegarten düst. Michael Ploner schaltet beim Downhillen in Nauders ab. Manuel Hammerl schraubt mit seinem Vater an Oldtimern herum. Agnes Karrasch wandert mit ihrer Familie, und Celino Walder fischt und kocht mit dem Großvater. Alle vereint sie die Liebe zum Kochen und der Wunsch, Großes zu erreichen. 

Jahrelange Vorbereitung

Der Film zeigt, wie viele Jahre es braucht, um ein solches Erfolgsteam zu formen. Wie die Trainer Philipp Stohner und Alexander Forbes jun. das Team anleiten, unter Druck die Nerven zu behalten und auf Punkt Leistung zu bringen. Wie stark der Faktor Materialschlacht bei solchen Wettbewerben inzwischen geworden ist. Wie viel Innovation es braucht. Und wie aus Underdogs Sieger wurden, wenn man nur das Budget betrachtet. Andere sind da weit besser aufgestellt: Bis zu zwei Millionen Euro und 20 bis 30 Personen im Hintergrund für die skandinavischen Thronverteidiger standen dem österreichischen Herzblut gegenüber. Das Herzblut siegte. 

Selbst Sternekoch Hans Neuner, der bei der Tirol-Premiere mit 600 Besuchern im Metropol-Kino in Innsbruck anwesend war, und Johannes Lafer zeigten sich beeindruckt. Müsste man den Film zusammenfassen, hat Roland Trettl dafür die richtigen Worte gefunden: „Das Team stellt unter Beweis, worauf es bei der Teilnahme an einem so wichtigen Wettbewerb ankommt: nämlich Hochleistungssport, gepaart mit Uhrhandwerk.“ 

Kommentar zum Gewinn des WM-Titells vom Chefredakteur

 

Autor/in:
Barbara Egger
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