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Gletschermesser in den Ötztaler Alpen

Hoffnung für die Gletscher?

11.04.2014

Die österreichische Gletscherlandschaft schwindet nach wie vor, doch erstmals gab es 2013 auch zwei Gletschervorstöße.

Die schlechte Nachricht zuerst:  Auch 2013 sind 90 Prozent der heimischen Gletscher zurückgeschmolzen. Neu ist allerdings der Vorstoß von zwei Gletschern in der Granatspitzgruppe und in der Ankogel-Hochalmspitzgruppe. So sind das Kalser Bärenkopf-Kees und das Kleinelend-Kees erstmals wieder gewachsen (+2,5 Meter bzw. +1,8 Meter Länge). Glaziologin Dr. Andrea Fischer, Leiterin des Alpenverein-Gletschermessdienstes, erklärt den verzögerten Gletscherrückgang mit den meteorologischen Extremen im Jahr 2013: "Die Starkniederschläge Anfang Juni haben noch bis zu eineinhalb Meter Schnee im Hochgebirge deponiert. Unter dieser Schutzschicht konnten die Gletscher die Rekordtemperaturen im Sommer besser überstehen und sind erst spät ausgeapert. Auch die Schneefälle im August und September haben die Schmelzsaison deutlich verkürzt."

Hochgelegene Gletscher profitierten von den Niederschlägen im Vorjahr, Eiszungen in den Tälern mussten jedoch enorme Längenverluste hinnehmen. So schrumpften der Schalfferner und der Gepatschferner in den Ötztaler Alpen um über 100 Meter. Das Jahr 2013 sei durch die meteorologischen Extreme wie Starkniederschläge und Temperaturrekorde extrem spannend gewesen, so Gletscherforscherin Fischer. „Es ist erfreulich zu sehen, wie schnell einzelne Gletscher wieder vorstoßen können. Auch wenn dies auch noch lange keine Trendumkehr darstellt, zeigt es, wie schnell kleine Gletscher reagieren.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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