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hogast-Behnchmark: Zahlen in den Griff bekommen

04.05.2016

hogast bietet Mitgliedern ab sofort eine kostenlose Benchmark-Auswertung.

In mittelständischen Unternehmen wird den relevanten Kennzahlen meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, auch weil es an verlässlichen Maßstäben als Vergleich fehlt“, sagt Manfred Parigger, Bereichsleiter Finanzdienstleistungen bei der hogast. Ohne solche Benchmarks hält er es für schwierig, die richtigen Stellschrauben zu finden, mit denen man den Betrieb auf die Erfolgsspur bringen kann. Gemeinsam mit der URA Rating Agentur aus München will die hogast nun Licht ins wirtschaftliche Dunkel der Branche bringen. Im ersten Testlauf wurden rund 190 Bilanzen von Hotels und etwa 40 Bilanzen von Gastronomiebetrieben durchleuchtet. Während die hogast nur die kumulierten Ergebnisse erhält, bekommt jeder Teilnehmer eine Detailaus-
wertung.

Gemeinsamkeit der Besten

Unter den besten 25 Prozent der Hotelbetriebe fanden sich Stadt- und Ferienhotels, Wellness-Spezialisten und Kinderhotels, Ganzjahres-Betriebe und solche mit nur einer oder zwei Saisonen, Betriebe mit weniger als 100, bis 200 und mehr Betten. 
„Im Grunde haben die Besten nur eine Gemeinsamkeit: Sie sind in wirklich allen geprüften Dimensionen top“, sagt Parigger. Auch wenn Art und Lage des Hotels wenig über den Erfolg verrät, sei die Kategorisierung extrem wertvoll für die Mitglieder. Bei den neuen hogast-Benchmarks erhalten die Teilnehmer genau auf ihren jeweiligen Betrieb zugeschnittene Vergleichswerte. „Jeder Prozentpunkt an Kosteneinsparung bringt Profitabilität, ich kann jedem Mitglied nur raten, am neuen Benchmark-System teilzunehmen“, sagt Finanzexperte Manfred Parigger.  

Bei Gastro-Betrieben fiel auf, dass die GOP-Quote (Gross Operating Profit) bei der Hälfte der Betriebe mindestens 12,3 Prozent vom Umsatz ausmachte. Der Wareneinsatz lag im Median bei 30,4 Prozent (eine Hälfte der Teilnehmer darunter, die andere darüber), beim besten Viertel waren es maximal 24,6 %. Der Personalaufwand schlug im Median mit 41,1 Prozent zu Buche. Die Ausgaben für das Marketing lagen bei der Hälfte der Betriebe bei mindestens 1,7 Prozent vom Umsatz, für Energie wurden mindestens 2,4 Prozent aufgewendet. 

Stadthotels sind profitabler

Bei Hotels zeigte sich, dass hogast-Mitglieder vergleichsweise viel Eigenkapital aufweisen. Bei Vier- und Fünf-Sterne-Betrieben etwa liegt die Quote im Median bei 21 Prozent. Allgemein war zu erkennen, dass Stadthotels im Schnitt etwas profitabler sind als Ferienhotels, eine Ausnahme bilden hier aber die besten Betriebe. Nach der Zielgruppe sind Wellnesshotels am profitabelsten, Kinderhotels weisen die besten Eigenkapitalquoten auf. Von der Größe her sind große Betriebe mit mehr als 200 Betten im Schnitt profitabler als kleinere, die beste Eigenkapitalausstattung haben aber Betriebe zwischen 100 und 200 Betten. Beim relativen Wareneinsatz liegen Ein-Saison-Betriebe vorn, da sie höhere Zimmerpreise verbuchen können.  

Autor/in:
Alexander Grübling
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