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Im Bild (von links) die beiden Geschäftsführer der Einkaufsgenossenschaft, Günther Obmascher und Barbara Schenk, mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Walter Veit.

Hogast schüttet 20 Mio an Mitglieder aus

19.10.2017

Einkaufsgenossenschaft hogast mit Sitz in Anif bei Salzburg wird erstmals in ihrer 42-jährigen Geschichte einen Teil des Eigenkapitals an die Mitglieder zurückzahlen. Die Generalversammlung beschloss am Dienstagabend im Rahmen des alljährlichen Symposiiums eine Ausschüttung in der Höhe von 20 Millionen Euro.

von links: Philip Rachinger vom Mühltalhof (OÖ), Peter Troißinger jun. vom Restaurant-Kunsthotel Malerwinkl (St), Michael Ploner vom Alpen Comfort Hotel Central (T), Hogast-Geschäftsführer Günter Obmascher, Gottfried Berger vom Hauptsponsor Hagleitner, Hogast-Geschäftsführerin Barbara Schenk, Moderator Alfons Haider sowie Erwin Windhaber und Hartmuth Rameder von der Hofmeisterei Hirtzberger (NÖ)
Philosoph Wilhelm Schmid rät zu mehr Gelassenheit

Auch nach dieser Zahlung verfüge man laut Revisionsverband noch über genügend Reserven für neue Projekte und mögliche Risiken, so die hogast. Die Genossenschaft sieht mehrere Gründe für die hohe Eigenkapital-Ausstattung: eine geringe Zahl an Insolvenzen bei den Mitgliedsbetrieben, eine sparsame Verwaltung mit sinkenden Kosten und eine vorausschauende Veranlagung der Reserven. „Diese Ausschüttung ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, wie gut die Hogast funktioniert", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Walter Veit am Hogast Kongress 2017. "Gesunde Betriebe dank umfassender Vorteile im Einkauf und allen Prozessen rundherum, eine effiziente Verwaltung mit sinkenden Kosten bei gleichzeitigem Ausbau der Leistungen und eine Gemeinschaft, die so attraktiv ist wie nie.“ „Es ist einfach nicht unsere Aufgabe, mehr Reserven zu horten als nötig – auch wenn wir bei der Veranlagung bislang sehr erfolgreich agiert haben",  so Barbara Schenk, Hogast-Vorstandsvorsitzende. "Daher begrüßen wir in der Geschäftsführung den aktuellen Beschluss und freuen uns mit den Mitgliedern, dass wir ihnen noch mehr als sonst zurückgeben können. “Die Genossenschaft hat rund 2.800 Mitgliedsbetriebe und erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 870 Millionen Euro. Der Umsatz der gesamten Gruppe betrug 2016/17 rund 1,13 Milliarden Euro. 

Gelungenes Symposium mit Gala

Alfons Haider schlüpfte bei der diesjährigen „Hogast-Hagleitner-Gala“ in die Rolle des Ringrichters und Sous-Chefs bei einem viergängigen Wettstreit junger Hogast-Mitglieder: Philip Rachinger vom Mühltalhof (OÖ), Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber von der Hofmeisterei Hirtzberger (NÖ), Michael Ploner vom Alpen Comfort Hotel Central (T) und Peter Troißinger jun. vom Restaurant-Kunsthotel Malerwinkl (St) kredenzten jeweils eine ausgefallene Kreation, die von den Gästen allesamt begeistert aufgenommen wurden. Ebenso wie die unfassbaren Tricks von Thommy Ten und Amélie van Tass (beide geborene Niederösterreicher), die schon ein Millionenpublikum in der TV-Show „America’s got Talent“ zu verzaubern wussten.

 

Lehren aus Philosophie, Ökonomie, Shaolin-Kampfkunst und Digitalisierung

Tagsüber stand nicht Magie, sondern Wissen im Zentrum: Bei vielen Gesprächen mit den anwesenden Lieferpartnern zu den neuesten Produkten, aber vor allem in den Vorträgen von Top-Speakern, die ServusTV-Nachrichtenchefin Katrin Prähauser moderierte. In diesem Jahr waren der Philosoph Wilhelm Schmid, der Ökonom Clemens Fuest, der Kampfsport-Experte Marc Gassert und der Internetaktivist Daniel Domscheit-Berg zu Gast in Salzburg.

Mehr Gelassenheit!

Mit dem Philosophen und Bestsellerautoren Wilhelm Schmid rückte das Thema Gelassenheit in den Mittelpunkt. Egal, ob es in Zukunft um digitale Umbrüche gehe oder um wiederentdeckte analoge Erfahrungen – stets sei dabei Gelassenheit wichtig, sie mache das Leben leichter und reicher, so Schmid. Mit Wortwitz und dem logisch-strukturierten Denken, das dem Philosophen eigen ist, nannte er sieben Punkte, wie man der Unruhe des Lebens entgegenarbeiten kann: Es gelte unterschiedliche Lebensphasen zu kennen und zu respektieren, das Älterwerden ernst zu nehmen, Gewohnheiten zu verstehen und zu pflegen, allerlei Lüste zu genießen, die Hinnahmefähigkeit zu steigern, Berührungen zu suchen und Beziehungen zu pflegen. „Der Weg zu mehr Gelassenheit führt zu einem Zukunftsprinzip, das man nicht wichtig genug nehmen kann“, sagte Wilhelm Schmid zu seinem großen Thema.

Schön, wenn es so einfach wäre....

 

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