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Hogast Symposium: Lieber lebenslang lächeln

14.10.2005

Standing Ovations nach einem Vortrag sind rar. Beat Krippendorf scheint diese Rolle vielleicht gewohnt, beendete er doch seinen Vortrag musikalisch. Wobei die Begeisterung der knapp 400 Teilnehmer am Ende des 11. hogast-Symposiums nicht nur der humorvollen Umsetzung des Themas „Leadership – High Touch, eine innere Haltung“ durch den Schweizer Professor galt, sondern in mindestens gleichem Maße der Veranstaltung insgesamt.

Wenn Krippendorf seine auf emotionaler Intelligenz basierende Managementtheorie verbreitet, so ist das mehr als nur ein fulminantes Gagfeuerwerk. Er lebt seine Überzeugung: „Nur was man verinnerlicht hat, kann man auch veräußern,“ schrieb er den Wirten ins Gästebuch.
Weil lachen Augen und Ohren öffnet, kam Humor auch bei der Moderation des Chefredakteurs der Salzburger Nachrichten Ronald Barazon und den anderen Vorträgen nicht zu kurz. Etwa wenn der Direktor des Tiergarten Schönbrunn Dr. Helmut Pechlaner feststellte: „Sie sind eine Branche, in der die Beutetiere von selbst kommen.“ Auch wenn Pechlaner davor warnte, die Theorie „Wir sind auch nur Viecher“ zu wörtlich zu nehmen, so hält er aufgrund des angeborenen Führungsverhaltens nur einen „Leithirsch“ für sinnvoll. Doch sei „Leadership“ auch für die positive Stimmung der Gruppe verantwortlich. Ohnehin ist für den Menschen lächeln vom Säuglingsalter an überlebensnotwendig.

Während Pechlaner von angeborener Führungsstärke sprach, nannte es sein Vorredner Alexander Christiani „Talent“. Er selbst habe den Faktor Talent früher nicht als einen der sieben Kundenmagnete erkannt. Der Prediger der Kaufanimation setzte seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf zwei Ebenen: Heute werde immer seltener verkauft als gekauft: „Je lauter der Markt schreit, desto weniger hört man hin.“ Deshalb gelte es den Kunden auf intelligente Art zum Kauf einzuladen. Wobei „Mundpropaganda“ das Um und Auf sei. Sie sei durchaus auch steuerbar.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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