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Hoher Besuch aus dem sonnigen Süden

23.03.2010

Interview. Dieser Tage kamen Luisa und Francesco Averna nach Wien, um Fabio Giacobello zum offiziellen „Averna-Ambassador“ zu ernennen. Wir trafen das tüchtige Unternehmer-Ehepaar aus Sizilien zum exklusiven Interview, um mit Ihnen über italienische Bitter im allgemeinen und den Averna Amaro im Besonderen zu sprechen.

Francesco Averna, Chef des traditionelles Familien-Unternehmens Averna

ÖGZ: Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Bitter zu genießen, wie bevorzugen Sie Ihren Averna?

 

Luisa Averna: Da bin ich Puristin, sprich ich mag ihn am liebsten pur. Im Winter trinke ich ihn bei Zimmertemperatur, im Sommer eisgekühlt. In Österreich wird er gerne on the rocks mit einer Zitronenscheibe garniert getrunken. Aber natürlich eignet sich unser Bitter auch hervorragend zum Mixen. Ein Klassiker, den vor allem junge Leute mögen, ist Averna mit Blutorangen-Saft. Im heurigen Sommer werden wir der Gastronomie den „Mojito Siciliano“ promoten, um zu zeigen, dass sich Averna nicht nur als Digestif nach einem feinen Dinner hervorragend eignet.     

 

ÖGZ: Sie haben soeben Fabio Giacobello zum „Averna Amabassador“ in Österreich ernannt. Was für Überlegungen stecken hinter so einer Entscheidung?

 

Francesco Averna: Österreich ist für uns ein ganz wichtiger Markt, der sich in den letzten Jahren großartig entwickelt hat. Das hat mehrere Gründe. Zum einen weiß man in Österreich Kräuterbitter zu schätzen, nicht zuletzt weil es hier eine eigene Bitter-Tradition gibt. Zum anderen haben die Österreicher eine große Affinität zu Italien. Einer starken italienischen Marke wie Averna begegnen die Österreicher schon von Haus aus mit viel Sympathie, vor allem wenn sie unser Produkt schon von einem Italien-Urlaub kennen. So ist auch unsere Zusammenarbeit mit Fabio Giacobello zu sehen. Er steht für italienische Lebensfreude und Genusskultur und verkörpert so die Grundwerte unseres Produkts.

 

ÖGZ: Sie präsentieren Averna in einer neuen Flasche mit überarbeitetem Design. Was erwarten Sie sich von so einem Relaunch?

 

Francesco Averna: Es ist ja kein wirklicher Relaunch, sondern eine behutsame Weiterentwicklung des bestehenden Designs. Wir sind ein sehr traditionelles Familien-Unternehmen aus Sizilien. Unsere Rezeptur, die übrigens ausschließlich aus natürlichen Zutaten besteht, ist seit der Gründung im Jahr 1868 unverändert. Dennoch ist es wichtig, dass das Erscheinungsbild unserer Marke zeitgemäß bleibt. Für die Gastronomie, die in Österreich mit 60% unserer wichtigster Vertriebskanal ist, wollen wir immer wieder etwas Neues anbieten. So haben wir heuer in den C&C Märkten spezielle Gastro-Pakete mit eigenen Longdrink-Gläsern für den „Sizilianischen Sommer“ an, außerdem gibt es erstmals die 1,5 Liter-Flasche, die sich in Bars besonders edel inszenieren lässt.

 

ÖGZ: Der internationale Spirituosen-Markt war in den letzten Jahren von dramatischen Konzentrations-Prozessen geprägt, wo ein paar dominante Welt-Konzerne versucht haben, sämtliche starken Marken aufzukaufen. Wie tut sich ein vergleichsweise kleiner Familien-Konzern in so einem Marktumfeld?

 

Luisa Averna: Der Verkauf unsere Marke, die ja unseren Namen trägt, stand nie zu Diskussion. Natürlich hat man es mit  kleinen Strukturen etwas schwieriger, eine globale Expansions-Strategie zu fahren, weil man auf keine internationalen Vertriebsstrukturen bauen kann. Aber ein gut geführtes, traditionelles Familien-Unternehmen birgt auch zahlreiche Vorteile. Und wenn man gute lokale Vertriebspartner findet, wie wir etwa in Österreich mit Schlumberger-Top-Spirit haben, kann man auch auf fremden Märkten sehr erfolgreich sein. Nach Deutschland ist Österreich zweitwichtigster Export-Markt. Es ist uns also immer wieder eine große Freude zu Ihnen nach Österreich zu kommen. (sche)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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