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Hotel: Licht und Emotion

14.10.2005

Licht im Hotel ist heute mehr als nur Beleuchtung. Es schafft Erlebniswelten mit dynamischen Abläufen und trägt viel zur Authentizität eines Hauses bei.

Wenn sich der Gast morgens zu einem Geschäftstermin aufmacht, herrscht ein anderes Licht als am Abend, wenn er sich am Weg zur Oper befindet. Im Zimmer hat der Gast selbst die Wahl, ob er Licht zum Arbeiten, zum Lesen oder einfach stimmungsvolles farbiges Licht haben möchte. Neue digitale Technologien im Lichtmanagement erlauben den zentralen Zugriff als auch die individuelle Bedienung.
Urformen des natürlichen und künstlichen Lichts
Unsere Evolution ist vom Tageslicht geprägt. Es schafft und erhält Leben und ist Energiequelle. Das Tageslicht bestimmt unseren Lebensrhythmus und ist Taktgeber unseres Organismus. Außerdem verändert es sich jede Sekunde.

Die erste künstliche Lichtquelle des Menschen war das Feuer. Wir sind jedoch nach wie vor so auf diese Lichtstimmung geprägt, dass wir sie in Innenräumen und bei Nacht erwarten.

Die Psychologie des Lichts

Unterschiedliche Tätigkeiten, aber auch Launen und Stimmungen erfordern unterschiedliches Licht. Ein Hotelzimmer ist ein multifunktionaler Raum, in dem viele Bedürfnisse befriedigt werden müssen. Beim Schlafen möchte man sich in Sicherheit wohlfühlen und die Ruhe genießen. Im Bad erwartet man Hygiene, einen Spiegel, Dusche und vielleicht ein privates Spa, das man zuhause nicht hat. Viele Gäste müssen sich im Hotelzimmer auch konzentrieren können. Wer arbeitet, braucht Internet, Telefon und genügend Licht zum Lesen. Relaxen kann man nur, wenn die Stimmmung passt, ein Fernseher vorhanden ist und das Zimmer sehr wohnlich gestaltet ist. Sehr viel wird in Hotelzimmern aus- und eingepackt. Viele Kurzzeitgäste packen ihre Koffer gar nicht mehr aus, sie leben aus dem Koffer. Dafür braucht man gutes Licht. Es muss also auch die Lichtgestaltung den unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht werden.

Licht im Blickpunkt des Gastes

Der Gast erwartet sich das richtige Licht zu seiner Stimmung. Daher sollte es individuell abstimmbar und unbedingt leicht und intuitiv „bedienbar“ sein. Zu beachten ist noch, dass die Ansprüche an das Licht sich mit dem Alter ändern.

Wirtschaftlichkeit

Bei allen steigenden Lichtansprüchen der Gäste wird der Hotelier aber auch die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten müssen. In privaten Bereichen, wie eben dem Zimmer, ist stimmungsvolles Licht gefragt. Herkömmliche Glühlampen gut eingesetzt erfüllen hier die Funktion des archaischen Feuers. In öffentlichen Bereichen ist Energiesparen angesagt, wofür sich z. B. Leuchtstofflampen gut eignen. Aber auch eine intelligente Steuerung spart Energie. Oft wird vergessen, das Licht abzudrehen, eine elektronische Abwesenheitskontrolle ist sinnvoll, da auch bei Anwesenheit die Einschaltzeiten im Zimmer eher kurz sind. Dimmen und Steuern erzeugt Stimmung und spart ebenfalls Strom. Außerdem könnte das Tageslicht vermehrt genutzt werden, wenn beispielsweise die Vorhänge lichtdurchlässiger sind.

Trends im Lichtdesign

Licht wird immer weniger wie ein Möbel „hingestellt“, sondern integraler Bestandteil der Raumarchitektur. Der Gast wird zukünftig Lichtstimmungen wählen und einstellen können. Wohlfühllicht in Form von farbigem Licht und Tageslicht wird in den Wellness-Bereichen zum Standard und in den Zimmern ein Plus werden. Neue Lichtquellen wie Leuchtdioden (LEDs), effizientere Halogenglühlampen, miniaturisierte Entladungslampen oder leuchtende Folien (OLEDs) werden auch in der Hotellerie immer mehr Einzug halten. Die Elektronik wird optimiert, einfach zu bedienen sein und die gesamte Lichtsteuerung übernehmen.

Quelle: Zumtobel Staff

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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