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Hotelier am Wort

11.03.2010

Speziell in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie in den vergangenen Monaten, ist es wichtig, eine sinnvolle Preispolitik zu erstellen und nicht Hotelzimmer zu Dumpingpreisen anzubieten, um Auslastungsschwierigkeiten zu kompensieren.

Verena Forstinger, Radisson Blu Style Hotel, Wien

 

Der Preis ist zwar schnell gesenkt, jedoch dauert es bis zu zehn Jahre, um den Preis wieder auf das ursprüngliche Niveau zu bringen. Leider existiert nun mal dieser Trend, speziell in großen Häusern, die einige hundert Zimmer zu füllen haben. Dazu kommt der enome Druck vonseiten der Reiseveranstalter, aber ebenso vom Corporate Markt. Die Reisekostenbudgets wurden in den meisten Unternehmen drastisch gekürzt, was zur Folge hatte, dass einerseits die Aufenthaltsdauer verkürzt wurde, andererseits ebenso Preise nachverhandelt wurden. Sich ausschließlich auf eine hohe Auslastung zu konzentrieren birgt weitere Gefahren in sich.

Jeder Hotelier sollte seine Kosten pro Zimmer kennen, um einen entsprechenden Deckungsbeitrag zu errechnen. Denn wenn des Vermieten eines Zimmers aufgrund des niedrigen Preises nicht mehr wirtschaftlich zu rechtfertigen ist, dann ist es besser, es leer stehen zu lassen.

Ich empfehle daher, attraktive Zusatzangebote zu machen, die den Hotelier wenig oder gar nichts kosten und somit für den Gast einen Mehrwert darstellen. Auf diese Weise wirkt man dem leider so oft betriebenen Preisdumping entgehen und hebt sich entsprechend vom Mitbewerb ab, und es gäbe keine 5*-Hotels zu 3*-Preisen mitten in Wien.

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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