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Hotelier am wort

30.09.2010

In letzter Zeit wird immer wieder über das personallose Hotel diskutiert. Ich glaube, dass es für eine gewisse Schicht vielleicht interessant sein könnte.

Dr. Martin SchickSchick Hotels und Obmann Hotellerie Wien

Dabei denke ich an einfachere Geschäftsreisende oder Truckfahrer, die eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, die preisgünstig ist. Diese Hotels liegen meistens an den Stadträndern und nicht in den Innenstädten, da hier schon die Immobilien einfach zu teuer sind. Ich frage mich jedoch, wie das in der Praxis funktionieren soll. Man braucht doch zumindest einen Hausmeister, der da ist, wenn z. B. die Heizung oder das Warmwasser nicht funktioniert. Wenn es einen Notfallknopf gibt, so dauert es halt doch einige Zeit, bis jemand reagieren kann.

Auf die Rezeption kann man verzichten, wenn alles über Terminals funktioniert. Stubenmädchen wird man trotzdem brauchen. Frühstück wird es gar nicht oder aus dem Automaten geben. Für mich ist jedoch ein Hotel etwas, in dem es auch „menschelt“. Es wird daher für die klassische Hotellerie nicht unbedingt der Mitbewerber werden. Aber es wird sich sicherlich eine Klientel finden, vielleicht jüngere Leute und solche, die besonders auf die Kosten achten.

Woran man noch denken muss, ist der Sicherheitsaspekt. Was ist, wenn es brennt? Wenn jemand medizinische Hilfe braucht? An das denkt der junge Menschen vielleicht noch nicht so sehr, der ältere sehr wohl. Also, ich glaube nicht, dass sich diese Art von Hotels in der Stadt durchsetzen wird.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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