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Hotelier am Wort

09.03.2011

Ich glaube, dass sich in unserer Branche die Rahmenbedingungen für die Klein- und Mittelbetriebe durch massive Gebührenerhöhungen, die die Löcher in den Gemeindekassen stopfen sollen, verschlechtern.

Rudolf Klaus, HotelKlaus, Wolkersdorf/NÖ

Wir zahlen bereits fünf Prozent unseres Gesamtumsatzes an Abgaben in die Gemeindekasse. In Niederösterreich wurde die Nächtigungstaxe neuerlich erhöht und beträgt nunmehr 1,13 Euro, hingegen verlangt die Stadt Salzburg nur 1,10 Euro. Die Erhöhung der Ortstaxe wurde erst im November offiziell bekannt gegeben. Als Ausgleich dafür wurde die verpflichtende Tourismuskommission abgeschafft! Offensichtlich will man die Mitsprache von Fachleuten verhindern. Hier werden Betriebe bestraft, die viele Nächtigungen aufweisen. Für uns als Hotelbetreiber, die mit Reiseveranstaltern und Busunternehmen Pauschalverträge ein halbes Jahr im Voraus abschließen, kam die Information zu spät.

Die Kataloge der Veranstalter waren zu diesem Zeitpunkt schon gedruckt. Unser Hotel hat 135 Betten, und wir hatten in den letzten 10 Jahren rund 24.000 Nächtigungen, was rund 240 Vollbelegstagen entspricht. Ein durchaus herzeigbares Ergebnis, obwohl wir keine touristischen Attraktionen bieten können. Bei uns nächtigen vorwiegend Wien-Touristen, aber durch das Überangebot an Betten in der Bundeshauptstadt fallen die Preise, und wir spüren bereits die Auswirkungen. Wir rechnen für 2011 mit einem Umsatz- und Nächtigungsminus von zehn Prozent, aber müssen im Gegenzug höhere Nächtigungsabgaben zahlen. Noch hoffen wir, dass wir unsere 20 Mitarbeiter halten können, denn eine Reduktion würde ein Minus im Service bedeuten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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