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Hotelier am Wort

04.08.2011

Hallstatt, das UNESCO Weltkulturerbe, steht wieder einmal im Mittelpunkt der heimischen Medien. In China soll Hallstatt als Wohnanlage 1:1 nachgebaut werden.

Peter Scheutz, Heritage.Hotel Hallstatt

Der Bürgermeister von Hallstatt wusste von den Plänen bereits im April, hatte zu dem Projekt aber keine konkreten Informationen. Erst als man erfuhr, dass es sich um ein Wohnprojekt handle, ging er damit an die Öffentlichkeit. Ich stehe der ganzen Angelegenheit sehr unaufgeregt und offen gegenüber und sehe das Vorhaben, Hallstatt in China nachzubauen, als Kompliment für den Ort. Es gibt ein paar Hoteliers, die diesem Vorhaben ablehnend gegenüberstehen, weil sie fürchten, dass die Gäste nach China reisen, um Hallstatt zu sehen. Dieses Argument kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Hallstatt in China nachzubauen, ist eine fantastische Idee, denn damit wecke ich Illusionen, und viele werden sagen, sie möchten sich unbedingt das Original anschauen.

Damit wird das Thema Sehnsucht bestens bedient und wir haben eine unbezahlbare Werbung für Hallstatt auf einem für die Zukunft nicht unwesentlichen touristischen Markt. Für einen Ort, seine Fassaden, seine Struktur gibt es kein Copyright. Dagegen anzukämpfen, wäre nur verlorene Zeit. Wir sollten dieses Vorhaben nützen, um daraus Kapital und Wertschöpfung zu generieren und mit den Chinesen zusammenzuarbeiten.

Eine Delegation wird demnächst Hallstatt besuchen und uns die Pläne vorstellen. Durch die China-Debatte werden wir auch wieder am Unternehmensmarkt, sprich Immobilienmarkt, wahrgenommen. Es gibt seitens eines Hoteliers aus Shanghai Interesse, ins Hotelgeschäft in Hallstatt einzusteigen. Wichtig ist für uns, dass Hallstatt zu einer Ganzjahresdestination wird, und es muss uns klar sein, dass wir nicht primär die Schifahrer ansprechen dürfen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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