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Hotelimmobilien: Weniger Deals, mehr Volumen

04.07.2018

Mit mehr als einer halben Milliarde Euro Transaktionsvolumen und dem Trend zum Kauf von Entwicklungsprojekten endete die Bilanz des Hotelinvestmentjahres 2017, vermeldet Hotelimmobilienspezialist Christie & Co.

Die Nachfrage blieb auch im ersten Halbjahr 2018 hoch, wodurch in den ersten sechs Monaten bisher etwa 230 Millionen Euro an Hotelimmobilientransaktionen verzeichnet wurden.

Eine der größten Transaktionen des ersten Halbjahres 2018 stammt überraschenderweise aus einer Feriendestination. Das Hotel Grand Tirolia (81 Zimmer) in Kitzbühel wurde von der Beneco Privatstiftung an einen privaten österreichischen Investor verkauft. Auch sonst konnten einige Transaktionen in den Bundesländern registriert werden. So veräußerte Hunguest Hotels das Hotel Heiligenblut (85 Zimmer) und das Hotel Post (50 Zimmer) in Kärnten an einen ungarischen Privatinvestor. Darüber hinaus wurden 50 Prozent der Anteile des 175-Zimmer Hotel Park Inn Linz von UBM an den Co-Eigentümer, die List Group, verkauft. Im Juni gab es noch einen Abschluss in der Steiermark. Das 44-Zimmer Hotel Landskron in Bruck an der Mur wurde vom bisherigen Eigentümer, dem Hotelier Bernd Hinteregger, ebenfalls an einen österreichischen Privatinvestor verkauft. Christie & Co hat hierbei den Verkaufsprozess durchgeführt.

Wien

Erfahrungsgemäß lohnt sich auch der Blick in die österreichische Hauptstadt. Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich in Wien, gemessen am Transaktionsvolumen, am meisten bewegt. Die größte Transaktion war dabei das 400-Zimmer Hotel Motel One am Westbahnhof, welches als Teil einer Mixed-Use Immobilie von der schweizerischen Acron Group an die Real I.S. veräußert wurde. Es war sowohl vom Transaktionsvolumen als auch von der Zimmeranzahl die größte Transaktion im ersten Halbjahr 2018. Wie bereits Anfang Mai von Christie & Co berichtet, wurden auch die beiden im Eigentum der SPÖ bzw. des Renner Institutes gehaltenen Hotels Gartenhotel Altmannsdorf (95 Zimmer) und das 7 Days Premium Hotel Vienna (ebenfalls 95 Zimmer) von Christie & Co erfolgreich vermittelt. Doch auch kleinere Hotels erweckten Interesse bei Käufern. Das Hotel zur Staatsoper ist mit 22 Zimmern ein vergleichsweise kleines Objekt, verkauft wurde es an einen Tiroler Privatinvestor.

Gute Nachfrage

„Wir erleben die Nachfrage an Hotelimmobilien ungebrochen hoch. Investoren aller Art sind interessiert an dieser speziellen Assetklasse. Darüber hinaus bahnen sich weitere große Transaktionen für das zweite Halbjahr an. Einige davon, unter anderen an Top-Standorten in Wien und Salzburg, sowie in Feriendestinationen wie Reichenau an der Rax oder dem Salzburger Land, werden aktuell von Christie & Co vermarktet. Wenn sich der statistische Trend fortsetzt und sich einige der bevorstehenden Transaktionen realisieren, gehen wir davon aus, dass das Transaktionsvolumen 2018 deutlich über dem Gesamtjahr 2017, und nahe am Rekordjahr 2016 liegen wird“, resümiert Simon Kronberger, Associate Director bei Christie & Co.

Das hohe Interesse an Hotelimmobilien in Österreich wird von dem ebenfalls positiven Trend im Tourismus untermauert. Eine aktuelle Publikation über die österreichischen Landeshauptstädte von Christie & Co zeigt steigende Hotelmarktperformancezahlen in allen neun untersuchten Städten

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