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Nach einer Phase der Zurückhaltung stiegen in der zweiten Jahreshäflte 2013 die Investitionen im Tourismus wieder an.

Hotelinvestments 2011 stark gestiegen

23.02.2012

Wien. Laut CBRE kann sich der österreichische Hotelimmobilienmarkt im vergangenen Jahr über eine auffallend gute Entwicklung freuen. Das Investitionsvolumen hat sich von 2010 auf 2011 fast verdoppelt. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Wiener Hotellerie.

Lag das Investmentvolumen im Jahr 2010 noch bei € 240 Millionen, so stieg dieses im vergangenen Jahr auf rund € 420 Millionen. Das Hauptvolumen von € 330 Millionen (80% aller Deals) bezieht sich dabei auf Wien – hier wurden 2011 einige Luxushotels in bester Innenstadtlage verkauft. Das österreichische Hotelinvestmentbusiness ist stark in ausländischer Hand, denn rund 77 Prozent der Investoren in diesem Segment kamen aus dem Ausland, wobei hier vor allem nichteuropäische Investoren aus Kasachstan, Libanon und den USA tonangebend waren. 23 Prozent der Investments wurden von Österreichern getätigt, bei denen vor allem private Investoren sehr aktiv waren.
“Die Renditen bei Luxushotels in der Wiener Innenstadt liegen teilweise unter 5 Prozent und dokumentieren die hohe Attraktivität der Stadt aus Hotelinvestorensicht”, so Olivia Kaussen, Head of CBRE Hotels Deutschland, Österreich & Osteuropa.

Neue Eigentümer für bekannte Traditionshäuser
Zu den größten Hotelinvestments des Jahres 2011 zählte das (noch nicht eröffnete) Ritz?Carlton (vormals geplante Shangri?La) Hotel am Stubenring mit ca. 24.000m² Nutzfläche, das an Verny Capital ging – einen Investor aus Kasachstan. „Dieser Deal hätte bereits 2010 stattfinden sollen, wurde aber nun erst 2011 abgewickelt und trug deshalb zu einem deutlichen Anstieg des Investmentvolumens bei“, so Kaussen. Das InterContinental Vienna mit 458 Zimmern ging - als Teil eines sieben Hotels umfassenden europäischen Morgan-Stanley-Portfolios - an einen libanesischen Geschäftsmann. Die NH Hotels am Flughafen Wien sowie im Zentrum von Salzburg wurden gemeinsam mit drei deutschen NH Hotels für 170 Millionen Euro an die Invesco Real Estate aus Luxemburg verkauft.  Die Imperial Hotels Austria AG trennte sich von ihren drei Luxushotels Bristol und Imperial (Wien) sowie Goldener Hirsch (Salzburg). Während Starwood Hotels & Resorts, vorher Großaktionär der Imperial Hotels Austria AG, die Mehrheitsanteile an den Hotels Imperial sowie Goldener Hirsch erworben hat , bekam das 140 Zimmer umfassende Hotel Bristol mit der Sacher-Gruppe der Familie Gürtler einen österreichischen Eigentümer. Das bekannte Schlosshotel Velden am Wörthersee wechselte ebenfalls den Eigentümer und gehört nun der Karl Wlaschek zugerechneten Amisola Immobilien AG. Den operativen Betrieb hat die Falkensteiner Michaeler Tourism Group bereits im Herbst 2011 übernommen, Verkäufer war die Hypo Alpe Adria Group. „In den österreichischen Hotelmarkt ist in den vergangenen zwei Jahren Bewegung gekommen. Wir rechnen auch 2012 mit einigen spannenden Deals, vor allem in Wien“, analysiert Dr. Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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