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Hotellerie kritisiert Anmelderegelung

04.04.2008

Als absolut unpraktikabel erweist sich die seit Jahresbeginn gültige Regelung zur Anmeldung von fallweise Beschäftigten vor Dienstantritt.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) setzt sich für die Hoteliers, die etwa im Rahmen von Caterings oder bei der Betreuung von Events immer wieder Aushilfskräfte beschäftigen, ein. Eine vorzeitige Anmeldung ist in diesem Fall nicht möglich und deshalb stehen die Arbeitgeber unverschuldet mit einem Bein im Kriminal. „Wir brauchen zur reibungslosen Abwicklung von Caterings immer wieder eine größere Anzahl von Mitarbeitern, die nur kurzfristig zur Verfügung stehen. Die Krux daran ist, dass wir diese Mitarbeiter dennoch jedes Mal bei der Gebietskrankenkasse an- und abmelden müssen. Dieser organisatorische Mehraufwand schlägt sich mit unverhältnismäßig hohen Kosten zu Buche“, erklärt Dieter Fenz, General Manager des Vienna Marriott Hotels.

ÖHV fordert unbürokratische Lösung für die Hotellerie
In der Praxis kooperieren Hoteliers in diesem Bereich oft mit Studenten von Tourismusschulen. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass bereits angemeldete Mitarbeiter kurzfristig entfallen. Ersatz sei meist schnell gefunden: „Das ist nicht das Problem, das machen sich die jungen Leute meistens ganz hervorragend untereinander aus“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn. Probleme schaffe der Branche in dem ansonsten so unproblematischen Umfeld lediglich die Bürokratie: „Wer die Praxis kennt, weiß, dass die vorgeschriebene Anmeldung vor Dienstantritt in einem solchen Fall schwierig zu handhaben ist. Hier brauchen wir eine für die Hotellerie praktikable Lösung für Caterings außer Haus“, verweist Reisenzahn auf einen für die Filmindustrie ausverhandelten Kompromiss für Statisten. Diese werden von den Dienstgebern namentlich erfasst und für einen definierten Zeitraum vorab provisorisch angemeldet. Eine exakte Aufstellung der eingesetzten Mitarbeiter je Drehtag erfolgt erst im Nachhinein. Eine ähnliche Regelung sei auch für die Hotellerie notwendig, so die ÖHV.
Die Gewerkschaft hält nichts von der aufgestellten Forderung der Hotellerie, da die Wiedereinführung der nachträglichen Anmeldung der Arbeitnehmer der Schwarzarbeit Tür und Tor öffnen würde, so Rudolf Kaske.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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