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Hotelpreise um sieben Prozent gestiegen

31.03.2011

London/Berlin. Der aktuelle Hotel Price Index von Hotels.com ergab, dass die Hotelzimmerpreise weltweit um zwei Prozent zulegten, im gleichen Zeitraum stiegen die Zimmerpreise in Österreich dagegen deutlich stärker. Die stärkste Preissteigerung gab es in Wien.

Keine Frage: Wien war auch im vergangenen Jahr das beliebteste Reiseziel Österreichs bei in- und ausländischen Touristen. Den Trip in die Bundeshauptstadt ließen sich die Reisenden gern auch etwas kosten: Mit durchschnittlichen Übernachtungspreisen von 99 Euro pro Zimmer war Wien zwischen Januar und Dezember 2010 die teuerste Stadt des Landes. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Original Hotel Price Index des weltweit meistbesuchten Hotelbuchungsportals Hotels.com. Die Auswertung basiert auf den von Hotelgästen im Jahr 2010 tatsächlich gezahlten Hotelzimmerpreisen in 110.000 Hotels, nicht auf von Hoteliers ausgewiesenen Zimmerraten und ist damit der maßgebliche Bericht zur Entwicklung der weltweiten Hotelpreise.

Hotelzimmerpreise über dem weltweiten Trend
Die weltweit gezahlten Hotelzimmerpreise sind 2010 im Vergleich zum Vorjahr um moderate zwei Prozent gestiegen. Deutlich stärker dagegen stieg das durchschnittliche Preisniveau während des Untersuchungszeitraums in Österreich. Im vergangenen Jahr mussten Reisende der Alpenrepublik sieben Prozent mehr für eine Hotelübernachtung bezahlen als noch ein Jahr zuvor. Pro Nacht wechselten zwischen Januar und Dezember 2010 in einem österreichischen Hotel durchschnittlich 100 Euro den Besitzer. Damit lag Österreich im Ranking der Länder Europas im oberen Mittelfeld, auch im deutschsprachigen Raum fand sich die Republik zwischen der Schweiz (140 Euro) und Deutschland (90 Euro) wieder.

Fünf-Sterne in Wien für durchschnittlich 164 Euro
Mit einem Preisanstieg von acht Prozent auf 99 Euro pro Zimmer und Nacht zeigte Wien während des Untersuchungszeitraums die stärkste Preissteigerung und war 2010 die teuerste Stadt Österreichs. Dabei zeigte sich aber deutlich, dass der Preisunterschied zwischen den einzelnen Hotelkategorien gering ist. So zahlten preisbewusste Reisende in einem Zwei-Sterne-Hotel durchschnittlich 71 Euro pro Zimmer und Nacht, für ein Drei-Sterne-Haus fielen mit 79 Euro aber nur acht Euro mehr an. War man bereit, das Übernachtungsbudget um weitere 14 Euro auf 93 Euro pro Nacht anzuheben, konnte das Haupt sogar auf ein First Class-Kissen gebettet werden. Nur Luxusreisende mussten an der Donaustadt deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wer Fünf-Sterne-Ambiente genoss, zahlte in Wien während des Untersuchungszeitraums 164 Euro pro Zimmer und Nacht. In weiteren analysierten Städten Österreichs zeigte sich hingegen ein gemischtes Bild. So lag das Preisniveau in Salzburg 2010 ein Prozent niedriger als 2009, bei durchschnittlichen Übernachtungskosten von 97 Euro. In Innsbruck zeigte sich keine Veränderung im Jahresvergleich, sodass auch im vergangenen Jahr 96 Euro pro Zimmer und Nacht fällig wurden. In Graz konnte die Hotellerie die Preise zwar um drei Prozent anheben, dennoch blieb die Landeshauptstadt der Steiermark mit 83 Euro pro Zimmer und Nacht das günstigste Reiseziel des vergangenen Jahres.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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