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In Dornbirn kostet ein Hotelzimmer durchschnittlich 103 Euro pro Nacht - das ist spitze in Österreich.

Hotelpreisentwicklung 2015: Kein Boom in Österreich

11.01.2016

Die jährliche Auswertung der Hotelpreise durch das Portal HRS ergibt: Dornbirn führt die Liste in Österreich an, Zürich verzeichnet den höchsten Preisanstieg in Europa. In Moskau fallen die durchschnittlichen Zimmerpreise unter 100 Euro, internationale Metropolen boomen

Preisentwicklung in Österreich
Preisentwicklung in Europa

Die Hotelpreise in Österreich haben sich im Vergleich zu 2014 kaum verändert: Die Übernachtung in einem österreichischen Hotel kostete 2015 im Schnitt 90 Euro pro Zimmer. 2014 hatte der Wert bei 89 Euro gelegen. Dies ergibt die jährliche Auswertung des Hotelportals HRS. Dornbirn führt die Liste der untersuchten Destinationen mit 103 Euro an. In Deutschland bleibt München die teuerste Großstadt mit durchschnittlich 111 Euro pro Nacht. Mit Blick auf Europa bleibt London mit durchschnittlich 189 Euro an der Spitze und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent zulegen. Die im Durchschnitt teuersten Hotelübernachtungen weltweit ermittelte HRS für New York (264 Euro), Washington (206 Euro) und London (189 Euro).

Preise in Sankt Pölten wachsen am stärksten

Den größten Preisanstieg verzeichnet Sankt Pölten mit plus 11,4 Prozent auf 98 Euro. Auch die Hotelpreise in Dornbirn (+5,1 Prozent auf 103 Euro) sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Einen leichten Rückgang erfuhr Klagenfurt am Wörthersee mit minus 2,3 Prozent auf 86 Euro. Am günstigsten lässt es sich in Graz (83 Euro) und Wels (84 Euro) übernachten. In Wien stiegen die durchschnittlichen Zimmerpresie von 91 auf 93 Euro an, in Salzburg von 95 auf 96 Euro.

London bleibt am teuersten – Preise in Moskau rutschen ab

Auch im vergangenen Jahr mussten Reisende in London am tiefsten in die Tasche greifen: In der britischen Hauptstadt stiegen die Durchschnitts-Hotelpreise um 14,6 Prozent auf 189 Euro. Ebenfalls hochpreisig sind Zürich (170 Euro), die Stadt mit dem stärksten Preisanstieg in Europa (18,1 Prozent), Kopenhagen (144 Euro), Paris (138 Euro) und Stockholm (134 Euro). Einen Preisverfall von minus 25,6 Prozent verzeichnet Moskau, wo die durchschnittlichen Hotelpreise inzwischen bei 93 Euro liegen. Auch Athen fällt mit einem Minus von 8,5 Prozent wieder unter die 100-Euro-Marke (97 Euro). Am günstigsten übernachteten Städtereisende im vergangenen Jahr in Prag mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von unverändert 71 Euro, wie auch in Warschau (77 Euro) und Budapest (78 Euro).

Preisanstiege in internationalen Metropolen

Internationale Metropolen boomen und entsprechend ziehen die Hotelpreise an. In neun von 18 betrachteten Städten stiegen die Preise um über 20 Prozent – allen voran in Mexiko Stadt, wo die durchschnittlichen Hotelpreise um 57,7 Prozent auf 123 Euro zulegten. Starke Anstiege gab es auch in Mumbai (+32,9 Prozent auf 109 Euro) sowie in Tokio (+30,3 Prozent auf 172 Euro). Einzig in Rio de Janeiro gaben die Preise um 10,1 Prozent auf 151 Euro und in Kuala Lumpur um 5,6 Prozent auf 67 Euro nach. (HRS/tav)

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