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Das zur Artis Hotels Gruppe gehörende AIRO Tower Hotel in Wien/Oberlaa verfügt über 258 Zimmer.

Hotels müssen sexy sein

05.06.2013

Wien. Hotelimmobilien stehen bei österreichischen und internationalen Investoren weiterhin hoch im Kurs. Das mag mit ein Grund für die Umschlaghäufigkeit sein, mit der manche Hotels nach oft nur kurzer Haltedauer erneut auf den Markt kommen. Doch nicht alle Hotels gehen weg wie die warmen Semmeln.

Die ersten fünf Monate des Jahres 2013 waren in Wien und Umgebung geprägt von einem sehr lebendigen Hotelinvestmentmarkt. Mehrere kleine Hotels wie das Art Hotel Vienna, vor allem aber große Hotels wechselten den Eigentümer, darunter der bis dahin bei Immovate verbliebene Anteil des im Bau befindlichen Motel One im 1. Bezirk und das Austria Trend Hotel beim Theresianum. Zwei weitere Großhotels mit mehreren hundert Zimmern wurden in den letzten Monaten ebenfalls verkauft. Auch der Verkauf des Artis Hotel Semmering an eine österreichisch-ukrainische Gruppe um Thomas Schellenbacher und Igor Palytsia machte Schlagzeilen, da die gleichen Investoren erst kurz zuvor das berühmte Panhans gekauft haben.

 

Warum werden gerade jetzt so viele Hotels verkauft?

„Die Gründe für die Verkäufe sind sehr unterschiedlich“, erläutert Lukas Hochedlinger, Österreich-Geschäftsführer des Hotelimmobilienspezialisten Christie+Co am Beispiel des Artis Hotel am Semmering, dessen betreiberfreien Verkauf Christie+Co begleitet hat. Das Hotel ist eines von vier Hotels einer kleinen Kette, mit zwei attraktiven Häusern in Wien und einem einzigartigen Schlosshotel südlich der Hauptstadt. „Der Eigentümer wollte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, und das liegt eben nicht in der Hotellerie“, sagt Hochedlinger.

Unterschiedliche Motive beim Hotelverkauf
Als weiteres Beispiel nennt der Hotelspezialist den Verkauf eines großen Resorthotels in Oberösterreich an einen ausländischen Investor. In diesem Fall wollte der Eigentümer nicht in Modernisierungsmaßnahmen investieren und hat Christie + Co gebeten, den Verkauf für ihn abzuwickeln. In anderen Fällen sind es Developer, Immobilienunternehmen oder Banken, die aufgrund von Portfoliobereinigungen, strategischen Verkaufsvorgaben oder Eigenkapitalbedarf verkaufen. Bei Privateigentümern sind es ganz oft persönliche Motive: die nächste Generation will nicht in die Hotellerie einsteigen oder der betagte Hotelier muss alters- oder gesundheitsbedingt aussteigen. Laut Hochedlinger sind aber nicht alle zum Verkauf stehenden Hotels wirklich attraktiv: „Der Preis muss stimmen und das Hotel gemeinsam mit einem gewissen Wertsteigerungspotenzial sexy machen“, so Hochedlinger. Weniger wichtig ist der Sexappeal bei verpachteten Hotels. „Hier geht es dann fast ausschließlich um die Nachhaltigkeit der Pacht und die Bonität des Pächters“, bilanziert Hochedlinger.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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