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Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der ÖHV, fordert von der Politik für eine gute Branchenlösung bei der Grunderwerbsteuer

HRS besteht in Österreich auf Bestpreis-Klausel

30.01.2014

Wien. Die deutsche Online-Plattform HRS besteht bei den österreichischen Hotels auf die Bestpreis-Klausel, obwohl das deutsche Bundeskartellamt die Ratenparität verboten hat. Der Hotelvermittler sieht sich ausschließlich am deutschen Markt an den Entscheid gebunden.

Wieder keine guten Nachrichten von den Online-Plattformen, und wieder geht es um HRS. Der deutsche Konzern misst beim Thema Ratenparität mit zweierlei Maß: Der Konzern informierte seine „Hotelpartnern“ in Österreich, dass für sie die Entscheidung des deutsche Bundeskartellamt nicht gilt. Für Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), ist das inakzeptabel: „Das macht Österreichs Hotels zu Kunden zweiter Klasse. HRS setzt einen Kurs fort, der der ganzen Branche schadet.“ Dabei hatte HRS genug Zeit, sich auf dieses Ergebnis vorzubereiten.

Direktbuchungen nehmen zu
Reisenzahn ist überzeugt: HRS wird auch in Österreich nicht mehr lange „Standards“ anwenden können, die in Deutschland verboten sind: „HRS hat Österreichs Behörden in dem Newsletter quasi herausgefordert: Getan wird alles, was nicht verboten ist – auf Kosten österreichischer Arbeitgeber und Steuerzahler.  „Ich hoffe, diese negative Entwicklung hat bald ein Ende“, resümiert Reisenzahn. Interessant ist, dass der Marktanteil der Online-Buchungsplattformen laut Hotelvertriebsmonitor 2013 von 25,5 Prozent auf 21 Prozent gesunken ist. Die Gäste setzen zunehmend auf Direktbuchungen bei den Hotels.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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