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Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der ÖHV, fordert von der Politik für eine gute Branchenlösung bei der Grunderwerbsteuer

HRS diskriminiert heimische Hotels

13.11.2013

Wien. In Deutschland läuft ein Verfahren wegen der Ratenparität von HRS, weshalb HRS in der Zwischenzeit auf die Durchsetzung der Bestpreisklausel verzichtet. In Deutschland, aber nicht in Österreich. Das heißt, österreichische Hotels werden anders behandelt als deutsche Hotels, was für die ÖHV nicht in Ordnung ist.

Das deutsche Bundeskartellamt hat seine wettbewerblichen Bedenken gegenüber der „Bestpreisklausel“ von HRS im Sommer mit einer offiziellen Mitteilung bekräftigt und auch andere Online-Reisevermittler wie Expedia und Booking in die Beurteilung einbezogen. Nach dieser Aufforderung hatte sich HRS verpflichtet, während des laufenden Verfahrens auf eine Durchsetzung der Bestpreisklausel gegenüber den Hotels zu verzichten. Hotels können ihren Gästen an der Rezeption wieder legal bessere Konditionen anbieten. Das Problem dabei: österreichische Hotels werden anders behandelt als Hotels in Deutschland.

Preise sollten frei wählbar sein
Der ÖHV liegen Fälle vor, in denen HRS österreichische Hotels gesperrt hat, bei denen die Ratenparität nicht eingehalten wurde, während in Deutschland auf die Durchsetzung der AGB verzichtet wird. „Hoteliers und Destinationen wählen ihre Kooperationspartner frei. Sie sollten aber wissen, worauf sie sich einlassen“, empfiehlt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), genaue Recherchen. Jedes Hotel müsse frei entscheiden können, welche Preise es seinen Kunden auf welchem Vertriebskanal anbietet. Bislang versuchen Online-Buchungsplattformen, an der sogenannten Ratenparität festzuhalten. Das heißt, dass Hoteliers ihre Zimmer über die Plattformen zum gleichen Preis oder günstiger als über alle anderen Vertriebskanäle verkaufen müssen. Doch für die Hoteliers, das gibt die ÖHV zu Bedenken, fallen beim Online-Vertrieb auch Kosten an: Diese müssten sie dann anderswo erwirtschaften. Der Verkauf über diese Plattformen müsste sozusagen „subventioniert“ werden. Die nationalen Wettbewerbsbehörden haben das überprüft. Dass Amazon genau so enge Preisvorschriften für seine Partner untersagt wurden, gibt hingegen Hoffnung.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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