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Im Frühling blühen wieder die ... Schanigärten

11.03.2010

Sehnsüchtig wurde sie schon erwartet, seit 1. März ist es so weit: Obwohl das Wetter bis jetzt nicht so recht mitspielt, hat ihn der Schani schon hinausgetragen, seinen Schanigarten. Hier nun einige Tipps, damit die Open-Air-Saison ein Erfolg wird. Schauen Sie sich Schanigärten an und sprechen Sie mit den Betreibern.

Bei der Errichtung eines Schanigartens sind einige Auflagen zu erfüllen. Die Kammern geben gerne Auskunft darüber

 

Schauen Sie sich Schanigärten an, die in Größe und Ausgestaltung Ihren Vorstellungen ähnlich sind, und sprechen Sie vielleicht mit den Betreibern über deren Erfahrungen und Kosten. Machen Sie Fotos von diesen Gärten. So können Sie viel für die eigene Planung lernen, Fehler vermeiden und damit Geld sparen.

Klären und fixieren Sie die Lagerungsmöglichkeiten für Möbel, Pflanzen, Begrenzungselemente und eventuelle Podestteile. Die Belassung eines Schanigartens über den Winter ist keinesfalls erlaubt. Überlegen Sie, ob, wie und wo Sie einen Stromanschluss für die allfällige Beleuchtung Ihres Schanigartens einrichten können. Im Gehsteig selbst sind keine Leitungsführungen erwünscht. Auch sogenannte „fliegende“ Leitungen können nicht genehmigt werden.

Ihr Schanigartenkonzept
Besprechen Sie Ihr Schanigartenkonzept zunächst mit der Behörde.
Dabei können Sie Fotos mitbringen, die den Bereich vor Ihrem Lokal zeigen, um Ihre Ideen genauer erklären zu können. Fertigen Sie Skizzen an, aus denen die Lage und Größe des Schanigartens und auch des Gehsteiges ersichtlich sind. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass keine professionellen Architektenpläne für die Einreichung erforderlich sind. Wenn Sie allenfalls Prospektmaterial zu Möbeln, Sonnenschirmen, Begrenzungselementen etc. besitzen, so nehmen Sie dieses ruhig zur Vorbesprechung mit. Beachten Sie aber bitte, dass Begrenzungselemente nicht zwingend vorgeschrieben sind!

Ansuchen um Genehmigung
Jetzt suchen Sie bei Ihrem Magistratischen Bezirksamt um Genehmigung Ihres Schanigartens an. Das erforderliche Einreich- und Genehmigungsverfahren zur Bewilligung des Schanigartens auf öffentlichem Grund (unabhängig von der Gartengröße) kostet durchschnittlich € 75,–. Die Bewilligungsdauer wird jeweils örtlich festgelegt (befristet oder unbefristet).

Die Gestaltung
Bei der Gestaltung Ihres Schanigartens sollten Sie kreativ sein. Beachten Sie aber, dass Ihr Schanigarten in das Stadtbild passt bzw. sich in die örtliche Situation vor Ihrem Lokal und in das bestehende Ensemble einfügt. Die Länge des Schani­gartens entspricht üblicherweise der Fassadenlänge Ihres Lokals. Podeste sind möglich, insbesondere wenn der Gehsteig ein starkes Längs- oder Quergefälle aufweist. In Abhängigkeit vom Gefälle soll die Podesthöhe aber maximal 20 cm betragen.

In Bezirken und Zonen, wo die Parksituation dies zulässt, kann ein Schanigarten auch im Bereich der Parkspur auf der Fahrbahn vor dem Gehsteigrand genehmigt werden. In vielen Fällen wird dies bestenfalls in den Monaten Juli und August möglich sein, da durch die Haupturlaubszeit die Parksituation weniger angespannt ist. Jedenfalls schreibt die Behörde bei der Errichtung eines Schanigartens in der Parkspur beim Fahrbahnrand eine wirksamere Abgrenzung des Schanigartens vor.

Der Restgehsteig: Die Restgehsteigbreite ist abhängig von der Frequenzlage und der Länge Ihres Schanigartens. Bei der Planung Ihres Schanigartenausmaßes empfehlt sich jedenfalls eine Restgehsteigbreite von zwei Metern zu berücksichtigen.
Markierung: Zur Erfüllung der Bescheidauflagen hinsichtlich der Abgrenzung des Schanigartens kann die Behörde sogenannte „Markierungsnägel“ auf der Aufstellungsfläche verlangen.

Die Möblierung
Die Möblierung des Schanigartens vermittelt zusammen mit den Accessoires die Atmosphäre Ihres Betriebes und bedarf einer wohlüberlegten und sorgfältigen Auswahl. Je harmonischer Schanigärten in das Ensemble der Umgebung eingefügt werden, desto stärker ist der Blickfang und die Anziehungskraft auf Besucher. Achten Sie auf gediegene Möblierung mit angepassten, nicht aggressiven Farben, auf Material und Formgebung, abgestimmt auf das örtliche Stadtbild. Abgesehen davon, dass billige Plastiksessel in den Einkaufsstraßen unerwünscht sind, sprechen Sie Ihrem Schani­garten zudem die persönliche Note ab. Billige Plastiksessel haben eine kurze Lebensdauer, sie halten meist nur eine Saison.

Bedenken Sie bitte, wenn Sie den Schanigarten der Länge nach zum Gehsteig hin begrenzen, benötigen Sie innerhalb der Begrenzung einen Weg zu den Tischen. Sie können den Platz besser nutzen, wenn Sie keine Begrenzungselemente aufstellen. Dadurch haben Sie direkt von der Gehsteigfläche Zugang zu den Tischen.

Quelle: WK Wien

 

Weitere Artikel zum Thema "Gastgarten" finden Sie in der ÖGZ-Printausgabe 10/2010 vom 12. März 2010.

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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