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Immer wieder Hände waschen

22.09.2005

Die Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) verlangt einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln – detaillierte Maßnahmen nennt sie jedoch nicht. Das gibt dem Konditor, Eisverkäufer und Bäcker einen großen Spielraum. Das Tork Infocenter für Hygiene und Sauberkeit gibt Tipps zum hygienischen Umgang mit Geld an der Torten- und Eisvitrine.

Der Eisverkäufer schneidet Bananen für den Banana Split, kassiert und schneidet die nächste Banane – häufig ohne sich die Hände zu waschen. In der Bäckerei gehen das Garnieren der frischen Brötchen mit Käse, Schinken, Gurke und Tomate und das anschließende Kassieren oftmals Hand in Hand. Wie gefährlich ist das?
Nährboden für Bakterien
Generell bietet Geld – Münzen und Scheine – Bakterien keinen guten Nährboden. „Dass sich Bakterien auf Geld nicht gut vermehren, heisst jedoch noch nicht, dass sie nicht über das Geld weiterverbreitet werden können“, warnt Maria Revermann, Lebensmittelwissenschaftlerin und unabhängige Hygieneexpertin. Im Gegenteil: Insbesondere durch den Umgang mit wasserhaltigen Lebensmitteln hat der Verkäufer schnell feuchte Hände, an denen sich dann in kürzester Zeit Bakterien vermehren können. Durch den ständigen Berührungswechsel von frischen Waren und Geld können krank machende Keime über die Handflächen auf die Verkaufsware und von hier aus an den nächsten Kunden gelangen. „Es besteht die Gefahr, dass die ‚mitgekauften’ Keime beim Verzehr der Ware zu einer Infektion führen“, so Maria Revermann.
Das Tork Infocenter rät daher: Schutz vor der Weiterverbreitung und Übertragung von Krankheitserregern bietet im Lebensmittelbereich und insbesondere im Verkaufsbereich regelmäßiges Hände waschen sowie die gründliche Trocknung der Hände. Durch das Abtrocknen wird den Bakterien mit der Feuchtigkeit ein wichtiger Nährboden entzogen. Daher ist es empfehlenswert, die Hände zwischendurch mit Einmalpapierhandtüchern immer mal wieder gut abzutrocknen.
Am besten sollte der direkte Hautkontakt beim Verkauf frischer oder leicht verderblicher Lebensmittel ganz vermieden werden – beispielsweise mittels Einsatz einer Gabel, Zange, anderer Hilfsmittel oder Hygienehandschuhen. Letztere sollte das Personal allerdings in sehr kurzen Abständen tauschen, da diese sich sonst ebenfalls nachteilig auf die Lebensmittelhygiene auswirken können. Hygienisch ist auch, wenn die Bedienung mit auf links gedrehter Verkaufsfolie die Ware aufgreift und dann durch Wenden ohne Berührung bequem einpackt. Eine weitere Hygienelösung für den Verkaufsbereich ist die personelle Trennung von Bedienung und Kasse – in stark frequentierten Geschäften bietet es sich an, dass zwei unterschiedliche Personen dieses ausüben. Aber auch hierbei gilt: Regelmäßiges Hände waschen und gründliches Abtrocknen der Handflächen und Fingerzwischenräume ist Pflicht.
„Tatsächlich bieten Geldscheine Bakterien einen weniger guten Lebensraum, weil sie gewöhnlich trocken sind und keine Nährstoffe beinhalten. Geldscheine haben sogar einen Inhaltsstoff, der von der chemischen Zusammensetzung einem Desinfektionsmittel ähnelt“, erklärt Maria Revermann. Dieser spezielle Inhaltsstoff garantiert eine gewisse Stabilität und damit möglichst lange Haltbarkeit der Scheine. Etwas günstigere Bedingungen für unerwünschte Keime bieten dagegen Münzen: Hier sammeln sich öfter mal gute Nährböden wie Feuchtigkeit und Schmutz an.
Das Tork Infocenter für Hygiene und Sauberkeit ist eine Initiative der Marke Tork in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wurde im Frühjahr 2003 gegründet. In Zusammenarbeit mit Hygieneexperten informiert das Tork Infocenter die Öffentlichkeit regelmäßig über Aspekte der Gesundheitsvorsorge durch Hygienemaßnahmen und Sauberkeit.

Info: Tork Infocenter für Hygiene und Sauberkeit: Tel.: 0049 / 6103-833 56 71, Fax: 0049/ 6103-833 56 72, E-Mail: tork@bz-comm.de, www.bz-comm.de

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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