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Industrie und Tourismus: Ein ungewöhnliches Paar

05.07.2005

Auf Initiative von Prof. Harald Pechlaner,
Mitglied der Lehrgangsleitung im MBA für Tourismus- und
Freizeitmanagement, wurde zum Thema "Destinationsmanagement" eine
spannende Auseinandersetzung der MBA-Studierenden zur Fragestellung,
"ob und wie die AUDI AG und die Tourismusdestination Ingolstadt
gemeinsame Wege beschreiten könnten" gestartet.

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops stellte Werner Klein,
verantwortlich für Standortentwicklung bei AUDI, das Unternehmen, die
relevanten Daten und Fakten vor. Nach dem Briefing entwickelten die
Studierenden Konzepte, wie die regionale Tourismuswirtschaft und die
Industrie vor Ort voneinander profitieren könnten. Der Gedanke mag
vielleicht absurd erscheinen, die Studierenden jedenfalls nahmen die
Herausforderung an und präsentierten nach intensiver Arbeit
interessante Lösungsansätze.

"Je weniger Industrie, desto besser für den Tourismusstandort"
lautet eine landläufige Meinung. Was macht aber eine Industriestadt,
um den Tourismus anzukurbeln? Können Tourismus und Industrie
gemeinsam Wege beschreiten? Und voneinander profitieren? Das
Interesse von AUDI erklärt Werner Klein in der Südtiroler
Wirtschaftszeitung: "Über den Tourismus können wir die Infrastruktur
in Ingolstadt verbessern und die Lebensqualität in der Stadt
aufwerten. Das ist für uns etwa im Bewerb um qualifizierte
Mitarbeiter durchaus von Bedeutung."

Die Aufgabe der Studierenden war es, aus der Sicht des
Geschäftsführers einer Tourismus GmbH in Ingolstadt, ausgestattet mit
dem knappen Budget von 500.000 Euro, die wichtigsten Betroffenen der
Stadt - darunter auch AUDI - mit einer Vision, Strategie und
konkreten Maßnahmen zu überzeugen.

In Kleingruppen erarbeiteten die Studierenden sieben
unterschiedliche Konzepte, vom gemeinsamen Weg von Industrie und
Tourismus bis zur klaren Trennung der beiden Branchen reichten die
Vorschläge. Werner Klein war beeindruckt lud die beiden
überzeugendsten Gruppen in das AUDI Werk nach Ingolstadt ein.

Die Veranstaltung fand ihm Rahmen eines von insgesamt vier Modulen
statt, die der MBA durchläuft. Die Ausbildung ist international
ausgerichtet und wird berufsbegleitend absolviert. Der nächste
Jahrgang startet im Oktober 2005 in Salzburg.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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