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Industrie und Tourismus: Ein ungewöhnliches Paar

04.07.2005

Auf Initiative von Prof. Harald Pechlaner, Mitglied der Lehrgangsleitung im MBA für Tourismus- und Freizeitmanagement, wurde zum Thema "Destinationsmanagement" eine spannende Auseinandersetzung der MBA-Studierenden zur Fragestellung, "ob und wie die AUDI AG und die Tourismusdestination Ingolstadt gemeinsame Wege beschreiten könnten" gestartet.

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops stellte Werner Klein, verantwortlich für Standortentwicklung bei AUDI, das Unternehmen, seinen Standort und die relevanten Daten und Fakten vor. Nach dem Briefing war es an den Studierenden, Konzepte dafür zu entwickeln, wie die regionale Tourismuswirtschaft und die Industrie vor Ort voneinander profitieren könnten. Der Gedanke mag auf den ersten Blick absurd erscheinen, die Studierenden jedenfalls nahmen die Herausforderung an und präsentierten nach intensiver Arbeit äußerst interessante Lösungsansätze.

Je weniger Industrie, desto besser für den Tourismusstandort: So lautet zumindest eine landläufige Meinung. Was macht aber eine Industriestadt, um den Tourismus anzukurbeln? Können Tourismus und Industrie gemeinsam Wege beschreiten? Und voneinander profitieren? Die Motivation der Stadt ist einleuchtend: AUDI zieht in Ingolstadt jährlich rund 400.000 Kunden, Gäste und Besucher an. Dem gegenüber stehen nur 173.000 touristisch motivierte Städtebesucher pro Jahr. Das Interesse von AUDI erklärt Werner Klein in der Südtiroler Wirtschaftszeitung: "Über den Tourismus können wir die Infrastruktur in Ingolstadt verbessern und die Lebensqualität in der Stadt aufwerten. Das ist für uns etwa im Bewerb um qualifizierte Mitarbeiter durchaus von Bedeutung."

Die Aufgabe der Studierenden war es, aus der Sicht des Geschäftsführers einer Tourismus GmbH in Ingolstadt, ausgestattet mit dem knappen Budget von 500.000 Euro die wichtigsten Betroffenen der Stadt - darunter auch AUDI - mit einer Vision, Strategie und konkreten Maßnahmen zu überzeugen.

In Kleingruppen erarbeiteten die Studierenden sieben unterschiedliche Konzepte, vom gemeinsamen Weg von Industrie und Tourismus bis zur klaren Trennung der beiden Branchen reichten die Vorschläge. Das AUDI Gelände als Touristischer Anziehungspunkt, das Auto-Abhol-Wohlfühlpaket oder die Beschränkung der gegenseitigen Unterstützung auf Werbung und Vertrieb waren nur einige der vorgeschlagenen Maßnahmen. Werner Klein war beeindruckt vom großen Engagement und den Ergebnissen und ließ es sich nicht nehmen, die beiden überzeugendsten Gruppen in das AUDI Werk nach Ingolstadt einzuladen. Der Besuch wird im Sommer über die Bühne gehen – insofern hat das Miteinander zwischen Industrie und Tourismus bereits Früchte getragen.

Die Veranstaltung fand ihm Rahmen eines von insgesamt vier Modulen statt, die der MBA durchläuft. Die Ausbildung ist international ausgerichtet und wird berufsbegleitend absolviert. Der nächste Jahrgang startet im Oktober 2005 in Salzburg.

Infos: Salzburg Management GmbH – University of Salzburg Business School,
Projektleitung: Mag. Barbara Klingsbigl; Tel +43 (0) 662/2222-2135, Fax +43 (0) 662/2222-2900; barbara.klingsbigl@smbs.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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