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Inländische Gäste und Wien sorgen für Nächtigungsplus

27.01.2011

Wien. Laut Statistik Austria gab es im Kalenderjahr 2010 bei den Nächtigungen eine Steigerung von 0,4 Prozent. Das Ergebnis ist insbesondere auf die Nächtigungszuwächse in Wien (+ 10,3 Prozent) und bei den den inländischen Gästen (+ 1,6 Prozent) zurückzuführen.

Die Gebrauchsabgabenerhöhung für Schanigärten und die geplante Anhebung der Orttaxen in Wien verärgern die Branche

Mit knapp über 35 Mio. Nächtigungen erreichten die inländischen Gäste einen neuen Rekordwert und lagen damit um mehr als eine halbe Million Nächtigungen über dem Vorjahr; die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste blieb mit 89,81 Mio. weitgehend unverändert (-0,1 %). Der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland nahm um mehr als 700.000 Nächtigungen ab (-1,5 %), ebenso der zweitwichtigste Markt Niederlande (-4,1 %).

 

33,37 Millionen Ankünfte: Rekordwert von 2008 überschritten

Mit insgesamt 33,37 Mio. Ankünften wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2008 (32,62 Mio.) um 2,3 % überschritten. Die Zahl der inländischen Gästeankünfte, die 2007 mit 10,37 Mio. erstmals die 10-Millionen-Marke überschritten hatte, erhöhte sich im Jahr 2010 weiter auf ein neues Höchstniveau von 11,38 Mio. (+3,8 % im Vergleich zum Vorjahr). Dem langjährigen Trend entsprechend verringerte sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer weiter (vor 30 Jahren noch 6,2 Tage) und lag im Jahr 2010 nunmehr bei 3,7 Nächtigungen.

 

Deutlicher Nächtigungszuwachs in Wien

Bei den Nächtigungsergebnissen der Bundesländer konnte Wien mit 10,86 Mio. Nächtigungen und einem Zuwachs von 10,3 % am deutlichsten zulegen. Damit erreichte die Bundeshauptstadt einen bundesweiten Marktanteil von 8,7 %, 1980 waren es nur 3,9%. Auch das Burgenland (+1,5 %), die Steiermark (+0,9 %), Niederösterreich (+0,6%) und Salzburg (+0,5 %) lagen bei den relativen

Zuwächsen über dem Bundesschnitt. Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr gab es in Kärnten (-3,7 %), der bundesweite Marktanteil lag bei 8,7 % und hatte 1980 noch 16,0 % betragen. Auch Oberösterreich (-1,8 %) und Tirol (-0,5 %) verzeichneten Einbußen.

 

Trend zu höherwertigen Quartieren

Eine Analyse nach Unterkunftskategorien spiegelt – beeinflusst durch das Ergebnis von Wien – den Trend zu höherwertigen Quartieren wider. So verzeichneten Betriebe der 5/4-Stern Kategorie Nächtigungszuwächse von +4,1 % bei einem gleichzeitigen Marktanteil von 35 %. Insgesamt entwickelte sich die Zahl der Nächtigungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben durchwegs positiv (+1,3 %), trotz der relativ hohen Verluste von 2-/1-Stern Betrieben (-3,8 %). Signifikant hohe Nächtigungsrückgänge weisen auch Privatquartiere mit -6,7 % auf.

 

Dezember 2010: Nächtigungsrückgang um 6,3 %

Im Dezember 2010 konnte trotz guter Schneelage, aber bedingt durch die ungünstige Feiertagskonstellation, mit 9,51 Mio. Nächtigungen die 10-Millionen-Marke, die erstmals 2008 (10,35 Mio.) und 2009 (10,15 Mio.) überschritten wurde, nicht erreicht werden. Dies bedeutet einen Rückgang zu Dezember 2009 von -6,3 %. Die Zahl der Nächtigungen inländischer Gäste verzeichnete ein Minus von rd. 90.000 (-4,2 %), jene der ausländischen Gäste sogar um rd. 544.000 (-6,8 %).  Auch die Zahl der Ankünfte von inländischen Gästen war im Vergleich zum Vorjahreshöchstwert mit rd. 742.000 leicht rückläufig (-0,4 %), jene von ausländischen Gästen verringerte sich um 2,4 % auf 1,89 Mio.; insgesamt nahm somit die Zahl der Gäste um 1,8 % auf 2,63 Mio. ab.

 

 

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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